Wie können wir unsere Region widerstandsfähiger gegenüber Krisen machen? Mit dieser Frage startete jetzt das Projekt Resiliente Region OWL. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft kamen zum Kick-off in Bielefeld in die Scheune auf dem Schelphof zusammen, um gemeinsam über die Zukunftsfähigkeit Ostwestfalen-Lippes zu diskutieren. In den kommenden drei Jahren entwickelt das Projekt Strategien, wie die Region auf Herausforderungen wie Stromausfälle, unterbrochene Lieferketten oder Belastungen kritischer Infrastrukturen besser vorbereitet werden kann. Dabei stehen die Themenfelder Energie, Lebensmittel und Gesundheit im Fokus.
Verschiedene Gesundheitsakteure beteiligte sich an dem Auftakt und brachte ihre Perspektive zur regionalen Gesundheitsversorgung und Versorgungssicherheit ein. Gerade Krisensituationen zeigen, wie wichtig funktionierende Netzwerke, abgestimmte Strukturen und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren sind. „Wir müssen gerade in Krisensituationen besonders darauf achten, dass unsere Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Apotheken sowie die weiteren Einrichtungen und Unternehmen im Bereich Gesundheit handlungsfähig bleiben“, betont Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG OWL).
In den Workshops wurde deutlich: Resilienz bedeutet mehr als das Bewältigen von Krisen. Es geht darum, sich auf Veränderungen einzustellen, innovative Lösungen zu entwickeln und vorhandene Ressourcen sowie Kompetenzen besser zu vernetzen. Die Teilnehmenden tauschten dazu vielfältige Erfahrungen und Ideen aus und identifizierten zahlreiche Ansatzpunkte für die weitere Zusammenarbeit. Im Themenfeld Gesundheit standen dabei insbesondere die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung, der Erhalt einer lückenlosen sektorenübergreifenden Versorgung sowie die Sicherstellung der Betreuung besonders vulnerabler Patientengruppen im Fokus.
Für die Gesundheitsregion OWL bietet das Projekt die Chance, gemeinsam mit Partnern aus unterschiedlichen Bereichen an der Zukunftsfähigkeit der Region zu arbeiten und die Voraussetzungen für eine verlässliche Versorgung auch in herausfordernden Zeiten weiter zu stärken. Denn Resilienz entsteht dort, wo Menschen und Institutionen miteinander vernetzt sind und gemeinsam Verantwortung übernehmen.



