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ISyCARE Forum: Gemeinsam die Zukunft der Community gestalten

Wie können wir die ISyCARE-Community weiterentwickeln, Synergien schaffen und neue Kooperationen anstoßen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die rund 30 Teilnehmenden des ISyCARE Forums am 2. November 2026 in den Räumen der Hochschule Bielefeld (HSBI). Sprecher:innen der Arbeitsgruppen, Leitungen der Communityprojekte und Vertreter:innen des ISyCARE-Projektteams kamen zusammen, um sich auszutauschen, ihre Aktivitäten vorzustellen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Community zu erarbeiten.

Zu Beginn begrüßte Uwe Borchers als Sprecher der Innovationscommunity ISyCARE die Teilnehmenden mit einem Rückblick auf die erfolgreiche Startphase von ISyCARE. Die aktuell durch das BMFTR avisierten Kürzungen der DATIpilot-Communities müsse man sehr ernst nehmen, die ISyCARE-Gemeinschaft werde sich aber nicht beirren lassen und die Umsetzung der Vision konsequent weiterverfolgen: „Wir setzen auf die Potentiale soziotechnischer Innovation, mit der wir die Lebensqualität der Menschen in der Region nachhaltig verbessern. 
OWL ist heute schon Vorbild für eine regionale Gesundheitsversorgung, die Selbstbestimmung und Teilhabe fördert, Barrieren abbaut und assistive Technologien selbstverständlich in die Praxis integriert“, so Borchers mit Blick auf die Verstetigunsstrategie der ISyCARE-Community.

Projekte und Arbeitsgruppen im Austausch

Den Auftakt bildete ein Projekt- und Arbeitsgruppenkarussell. In mehreren Gesprächsrunden stellten sich die verschiedenen Projekte und Arbeitsgruppen mit ihren Schwerpunkten, Aktivitäten und Fragestellungen vor. So konnten die Teilnehmenden unterschiedliche Vorhaben kennenlernen, Gemeinsamkeiten entdecken und Anknüpfungspunkte identifizieren.
Beim anschließenden Posterwalk mit Kaffee und Kuchen blieb Zeit, die Gespräche zu vertiefen und sich über die vielfältigen Aktivitäten innerhalb der ISyCARE-Community auszutauschen.

Communityweiterentwicklung: Vier Themen, viele Perspektiven

Wie sich die ISyCARE-Community inhaltlich und strategisch weiterentwickeln könnte, diskutierten die Teilnehmenden in vier thematischen Kleingruppen.

Strategische Fragen der Communityentwicklung: Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine langfristig tragfähige Community entstehen kann. Als wichtige Grundlagen identifizierten die Teilnehmenden eine gemeinsame Vision und einen klar erkennbaren Mehrwert für alle Mitglieder. Auch die Identifikation zentraler Gatekeeper, die die Vernetzung und Weiterentwicklung der Community unterstützen wurde als zentral angesehen.

Digitale Prozesse in der Gesundheitsversorgung: Die Diskussion konzentrierte sich insbesondere auf Daten und Datenaustausch. Als wichtige Ansatzpunkte nannten die Teilnehmenden den Abbau datenschutzbezogener Hürden und einen erleichterten Zugang zu Daten, beispielsweise für Forschungszwecke.

Medizintechnik und Care-Technologien in der Region: Hier entwickelten die Teilnehmenden verschiedene Ideen, um regionale Innovationspotenziale besser zu vernetzen und zu nutzen. Dazu gehörten verbesserte Erprobungsmöglichkeiten sowohl für Unternehmen als auch für Forschungseinrichtungen sowie die stärkere Vernetzung von Hochschulen und Start-ups, um Synergien und regionale Wertschöpfungsketten zu fördern. Auch die Sichtbarkeit regionaler Innovationen spielte eine Rolle. Mit der bereits bestehenden Landkarte für soziotechnische Innovationen im Gesundheits- und Sozialwesen für die Region OWL (www.isycare-innovationmap.de) wurde bereits eine wichtige Grundlage gelegt, die künftig noch stärker für die Vernetzung genutzt werden könnte. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden die Idee eines zentralen Transferzentrums für Care-Technologien, das den Transfer von Gesundheitsinnovationen unterstützen und an bestehende Strukturen anknüpfen soll.

Einbindung von Patient:innen und Nutzer:innen in die Community: Unter dem Leitgedanken „Motivation erzeugen, Zugang schaffen, Teilhabe sichern“ beschäftigte sich die Gruppe mit Möglichkeiten einer stärkeren Beteiligung. Dabei wurde besonders hervorgehoben, Nutzer:innen als Expert:innen ihrer eigenen Erkrankungen und Erfahrungen anzuerkennen und aktiv in die Entwicklung und Erprobung soziotechnischer Systeme einzubeziehen. Als wichtige Voraussetzungen nannten die Teilnehmenden den Aufbau von Vertrauen, die Unterstützung durch Gatekeeper, um einen Zugang zu schaffen sowie eine zielgruppenspezifische Kommunikation. Für eine nachhaltige Beteiligung brauche es zudem niedrigschwellige analoge und digitale Formate, die unterschiedliche Zielgruppen erreichen und echte Mitgestaltung ermöglichen.

Ein Gedanke brachte diesen Anspruch besonders treffend auf den Punkt: weg von „How can I help you?“ hin zu „How can we help ourselves?“. Dahinter steht ein Perspektivwechsel: Nutzer:innen sollten nicht nur als Empfänger:innen von Unterstützung oder als Zielgruppe von Angeboten verstanden werden, sondern als aktive Mitgestalter:innen, die ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Kompetenzen einbringen.

Gemeinsam weiterdenken und gestalten

Die Diskussionen und Ideen aus den vier Themenfeldern zeigten vielfältige Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung von ISyCARE und werden in zukünftigen Formaten fortgesetzt.
Nach der Ergebnispräsentation und einem kurzen Ausblick klang das Forum bei einem gemeinsamen Imbiss und Gelegenheit zum Networking aus.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für den offenen Austausch und die engagierten Diskussionen. Wir freuen uns darauf, die angestoßenen Themen gemeinsam weiterzuverfolgen!