Am Dienstag, den 3. März 2026 fand in der Wissenswerkstadt Bielefeld ein praxisorientierter Workshop für Nachhaltigkeitsbeauftragte aus Kliniken der Region Ostwestfalen-Lippe statt. Im Mittelpunkt standen konkrete Einblicke in die Erfahrungen des Green Circle an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie gemeinsame Ansätze zur Umsetzung zirkulärer Wertschöpfungsprozesse. Die Kliniken haben in Richtung Nachhaltigkeit schon viel erreicht wie beispielsweise von der Erstzertifizierung nach DIN ISO 50001 und personelle Ressourcen im Bereich Nachhaltigkeit ausgebaut, Fortbildungen abgeschlossen oder die Planung des Aufbaus eines Umweltmanagement.
Der Workshop startete mit einem Praxisbericht von André Rademacher, Leiter der Stabstelle Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit, an der Medizinischen Hochschule Hannover. Er gab einen Einblick in die Entwicklung und Etablierung des Green Circle. Rademacher betonte die Bedeutung klar definierter Verantwortlichkeiten entlang der vorhandenen Strukturen zu nutzen und weiterzuentwickeln. Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die durch systematische Zuständigkeiten und gezielte Teilnahme an Programmen wie Ökoprofit wirksam vorangebracht werden können, etwa für CO2-Bilanzierungen oder den Aufbau eines Energiemanagementsystems.
Nach einer kurzen Pause mit Imbiss und regem Austausch folgte ein Impuls zur Circular Economy. Sarah Kleinhans, Projektmanagerin beim ZIG OWL und verantwortlich für das Projekt CirQualityOWL plus, stellte erste Ergebnisse aus dem Projekt vor. Sie hob die Bedeutung von Qualifizierung und Kompetenzsausbau hervor. Für funktionierende Circular Economy-Prozesse braucht es starke Partnerschaften mit Herstellern, Modelle zur Rücknahme und Wiederaufbereitung sowie die Integration zirkulärer Kriterien in bestehende Einkaufsprozesse.
In einer interaktiven Workshopsession arbeiteten die Teilnehmenden anschließend an Prozessen, die in den Kliniken bereits umgesetzt werden und Potenziale für zirkuläre Wertschöpfung bieten. Besonders diskutiert wurden die Bereiche Einkauf, Abfallmanagement, Gebäudestrukturen sowie Medizinprodukte. Als besonders vielversprechend identifizierten die Teilnehmenden unter anderem die Ausweitung von Mehrwegprodukten im medizinischen Bereich, Schulungsangeboten zur Circular Economy, transparente Kommunikation von Veränderungsprozessen sowie eine verbesserte Datentransparenz beim Energieverbrauch.
Der Workshop zeigt wie engagiert die Kliniken der Region Nachhaltigkeit vorantreiben und wie groß das gemeinsame Interesse ist, den nächsten Schritt in Richtung zirkulärer Wertschöpfung zu gehen.
Der nächste Termin der Workshopreihe findet im Juni 2026 statt, das Programm wird zeitnah auf zig-owl.de veröffentlicht.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Sarah Kleinhans, kleinhans[at]zig-owl.de.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts CirQualityOWL plus statt.

