Workshopreihe „Gesundheit im Quartier“: Die Sicht der Kassen

Zum Abschluss der Workshopreihe „Gesundheit im Quartier“ ging es um die Perspektiven der Quartiersarbeit aus der Sicht der Kassen. Expertinnen und Experten der Krankenkassen präsentierten in der Handwerkskammer zu Köln eigene Quartiersprojekte, ein Schwerpunkt lag auf Fragen der Gesundheitsförderung im Quartier vor dem Hintergrund des neuen Präventionsgesetzes.

Dr. Susanne Klein, Leiterin Versorgungsmanagement-Entwicklung bei der Techniker Krankenkasse in Hamburg, verdeutlichte auf Basis der TK-Pflegestudie die neuen Anforderungen an die Versorgung im Alter. Auch auf Basis dieser Erkenntnisse will die TK das Hilfs- und Betreuungsnetzwerk („Netzwerk LebenPlus“) aufbauen. Vision ist ein Regional- und Quartiersnetzwerkes zur Organisation der ambulanten, wohnortnahen, häuslichen Betreuung und Versorgung. Kernstück des Zukunftsmodells ist eine koordinierende Stelle als „Kümmerer“.

Ulrich Rosendahl, Ressortleiter Markt der PronovaBKK in Leverkusen, bilanzierte die Erfahrungen aus dem Förderprojekt „proViva“. Durch das sektorenübergreifende kommunale Gesundheitsmanagement wurde die Teilhabe und Versorgung im vertrauten Zuhause und das selbstbestimmte Leben älterer Menschen im Quartier verbessert und gefördert. Herausforderungen auf Quartiersebene aus Sicht der PronovaBKK sind die wachsende Krankheitslast. Risiken mit Blick auf Kosten, vermeidbare Krankenhausaufenthalte und potentielle Isolation der pflegenden Angehörigen bleiben als Aufgabe und Herausforderung bestehen.

Doris Franzen, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin des Unternehmensbereichs Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg, erläuterte die Aufgaben, die sich aus dem Präventionsgesetzes für den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen in den Lebenswelten ergeben. Leistungen sollen verstärkt kassenübergreifend entwickelt und angeboten werden. Insbesondere die in der Bundesrahmenempfehlung definierten Ziele und Zielgruppen „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“ und „Gesund im Alter“ sollen berücksichtigt werden.