Telemedizin unterstützt eigenes Gesundheitsmanagement

Nahezu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – größtenteils Betroffene mit Herzleiden – informierten sich am Samstag, den 11. Dezember 2010 über „Innovative Versorgungsformen in der Gerinnungstherapie“ im Assapheum in Bielefeld/Bethel. Das extra auf Patientinnen und Patienten zugeschnittene Seminar klärte die Betroffenen und Interessierten darüber auf, wie sie mit Hilfe von Telemedizin gesundheitliche Risikofaktoren besser unter Kontrolle halten und das eigene Gesundheitsmanagement stärken können. Die von den Veranstaltern (Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen, ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen, IFAT Institut für angewandte Telemedizin am Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen und ZIG Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL) eingeladenen Expertinnen und Experten informierten über geeignete telemedizinische Anwendungen und gingen auch auf individuelle Fragen ein. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen der Einladung zum ersten Seminar für Patientinnen und Patienten in der Modellregion Telemedizin OWL gefolgt sind. Ihre Teilnahme zeigt uns auch, wie wichtig es ist, dass im Bereich der Telemedizin auf die Patientinnen und Patienten zugegangen wird. Auch neue Technologien müssen sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und dort ihren Mehrwert beweisen“, sagte PD Dr. med. Andreas Meyer-Falcke, Leiter des Strategiezentrums Gesundheit am Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen.

Fachvorträge erfahrener und renommierter Mediziner wie Prof. Dr. med. Ulrich Tebbe vom Klinikum Lippe in Detmold, PD Dr. med. Heinrich Körtke vom IFAT Bad Oeynhausen und Dr. med. Martin Buerschaper, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie aus Höxter sowie Erfahrungsberichte wie der von Christian Schäfer, Betroffener und Herausgeber der Zeitschrift „Die Gerinnung“, stießen auf reges Interesse. Einblicke in die Arbeit der Telemedizin wie von Rainer Beckers von der ZTG GmbH in Bochum und Uwe Borchers vom ZIG OWL in Bielefeld sowie der Ausblick auf die weitere Arbeit in der Modellregion Telemedizin OWL, den Dr. Jennifer Meyer, Bereichsleiterin eHealth im Strategiezentrum Gesundheit am Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen, am Ende des Tages gab, wurden ebenfalls positiv aufgenommen. Die Resonanz auf das Seminar bestätigte die Veranstalter in ihrer Überzeugung, Telemedizin als unterstützendes Angebot in der medizinischen Versorgung bekannter zu machen und flächendeckend zu etablieren. Weitere Veranstaltungen sollen deshalb folgen.