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Medizinische Fakultät OWL: Kooperationsvertrag mit drei Krankenhäusern unterzeichnet

Rektor Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer hat heute für die Universität Bielefeld den Kooperationsvertrag mit dem Evangelischen Klinikum Bethel, dem Klinikum Bielefeld und dem Klinikum Lippe zum Aufbau und Betrieb des Universitätsklinikums Ostwestfalen-Lippe (OWL) unterschrieben. In diesem Vertrag sind die Grundsätze der Zusammenarbeit im Bereich der klinischen Forschung und Lehre geregelt. An der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages nahmen für die Landesregierung Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft, und Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, teil. Nach der Unterzeichnung eröffneten beide gemeinsam mit Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH (BGW), Kanzler Stephan Becker und Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen das Innovationszentrum Campus Bielefeld (ICB), in dem die Medizinische Fakultät ihren Betrieb startet.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Vordere Reihe v. l.: Dr. Rainer Norden, Aufsichtsratsvorsitzender Ev. Klinikum Bethel; Michael Ackermann, Geschäftsführer Klinikum Bielefeld; Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld; Dr. Johannes Hütte, Geschäftsführer Klinikum Lippe
Hintere Reihe v. l.: Dr. Frank Lohkamp, Geschäftsführer Medizinische Fakultät OWL der Universität Bielefeld; Prof. Dr. Claudia Hornberg, Gründungsdekanin Medizinische Fakultät OWL der Universität Bielefeld; Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen; Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; Dr. Stephan Becker, Kanzler der Universität Bielefeld. Foto: Universität Bielefeld / S. Sättele

Die Errichtung der Medizinischen Fakultät OWL an der Universität Bielefeld ist eine der zentralen Maßnahmen der Landesregierung, um den Hochschulmedizinstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken und die Zahl der ausgebildeten Medizinerinnen und Mediziner zu erhöhen. Der Studienbetrieb soll im Wintersemester 2021/2022 aufgenommen werden. Im Endausbau (ab 2025) sollen dann bis zu 300 Studierende pro Jahr ihr Studium beginnen können. Ziel ist es dabei auch, dem Mangel an allgemeinmedizinischer Versorgung – insbesondere auf dem Land – zu begegnen.

Eine wichtige Säule des Medizinstudiums ist die klinische Ausbildung im Krankenhaus. Ein eigenes Universitätskrankenhaus wird die Universität Bielefeld nicht betreiben. Sie wird stattdessen mit verschiedenen Krankenhausträgern der Region kooperieren, die gemeinsam das „Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld“ bilden werden. Am 14. Juni 2018 startete das Verfahren zur Identifizierung von drei Kooperationspartnern, in dessen Rahmen die Universität Bielefeld auch die Gespräche über den nun unterzeichneten Kooperationsvertrag führte. Im Auswahlranking belegten das Evangelische Klinikum Bethel, das Klinikum Bielefeld und das Klinikum Lippe die Plätze 1 bis 3.

Der Vertrag legt u.a. Aufgaben, Rechte und Pflichten der Zusammenarbeit fest und regelt das Zusammenwirken bei Ausschreibung und Berufung der klinischen Professuren, die gleichzeitig Chefärztinnen und Chefärzte an den Krankenhäusern sein werden. Auch die Arbeit der Gremien und Fragen wie die Verwendung des Logos werden thematisiert.

Durch diesen Vertragsschluss wird noch keine Entscheidung getroffen, in welchem konkreten Umfang die ausgewählten Krankenhausträger mit Aufgaben der Forschung und Lehre befasst sein werden. Zum Beispiel die Frage, welche Fachkliniken/Fachabteilungen des jeweiligen Trägers im Rahmen des „Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld“ klinisch ausbilden und forschen werden, wird erst nach Abschluss der bereits begonnenen Gespräche in Einzelverträgen zwischen der Universität und dem jeweiligen Krankenhausträger geregelt werden. Es sollen nach Vertragsabschluss weitere Kooperationspartner hinzukommen, für die der grundsätzliche Kooperationsvertrag dann auch Gültigkeit hat.

Medizinische Fakultät OWL der Universität Bielefeld startet im ersten Gebäude

Nach intensiver Planung und dreijähriger Bauzeit ist das Innovationszentrum Campus Bielefeld (ICB) der Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH fertiggestellt. Die Universität Bielefeld hat das Gebäude zum überwiegenden Teil angemietet. Hier hat die in Gründung befindliche Medizinische Fakultät OWL der Universität Bielefeld ihre Arbeit aufgenommen. In einem kleineren Teil des Gebäudes sind Start-ups eingezogen. Das Gebäude bietet ideale Bedingungen für einen erfolgreichen Start der medizinischen Forschung und Lehre in Ostwestfalen-Lippe. Entscheidend: Es ist mit den notwendigen Laborflächen ausgerüstet. Das ICB ist der räumliche Ausgangspunkt für die bauliche Entwicklung der neuen Fakultät: Entlang der Straßen Morgenbreede und Konsequenz (westlich des Universitätshauptgebäudes) sollen – so die Planungen – mehrere Gebäude entstehen, die das schnelle Wachstum der Fakultät und den Studienstart im Wintersemester 2021/2022 ermöglichen werden. Grundlage für diese Planungen ist eine Machbarkeitsstudie. An der Morgenbreede/Konsequenz lassen sich die benötigten Flächen schaffen – verteilt auf mehrere Einzelgebäude mit unterschiedlichen Funktionen, bei gleichzeitiger räumlicher Nähe zueinander.

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Neues Fortschrittskolleg: Herausforderungen und Chancen globaler Flüchtlingsmigration für die Gesundheitsversorgung in Deutschland

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert ab Juli 2016 ein neues Fortschrittskolleg an der Universität Bielefeld mit 2,72 Million Euro über die nächsten viereinhalb Jahre. Titel des Kollegs ist „Herausforderungen und Chancen globaler Flüchtlingsmigration für die Gesundheitsversorgung in Deutschland“. Das Besondere: Forschende von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften werden nicht nur mit anderen Disziplinen der Universität kooperieren, sondern auch mit vielen Praxispartnern, darunter unter anderem Krankenhäuser, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Partner aus der Politik und Stadtverwaltung.

„Flüchtlinge sind oft Risiken ausgesetzt, die Auswirkung auf körperliche und mentale Gesundheit haben, zum Beispiel Trauma, Folter, Unterdrückung oder Verfolgung“, erklärt Professor Dr. Alexander Krämer, Sprecher des neuen Kollegs. „Die globale Flüchtlingsmigration stellt Deutschland vor gesellschaftliche und politische Herausforderungen, die auch die Gesundheitsversorgung betreffen.“ Die Forschenden werden die Gesundheitszustände und Risikofaktoren von Flüchtlingen erheben und das Thema Gesundheitsversorgung aus verschiedenen Perspektiven betrachten: Auf welche Barrieren treffen Flüchtlinge, wenn sie Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen möchten? Wie wirkt sich die Flüchtlingsmigration auf das Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung aus? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden Empfehlungen für bessere Strategien entwickeln, wie die Gesellschaft Flüchtlinge und Asylbewerber integrieren und soziale sowie gesundheitliche Ungleichheit überwinden kann.

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Neue Studie: „Health Literacy vulnerabler Bevölkerungsgruppen“

„In einem Gesundheitssystem, das aufgrund der medizinischen Entwicklung zunehmend an Komplexität gewinnt und zugleich auf die Entscheidungsverantwortung von Patientinnen und Patienten setzt, ist ein kompetenter Umgang mit Fragen von Gesundheit, mit den verschiedenen Angeboten für den Gesundheitserhalt im Versorgungssystem sowie mit Pflege- und Gesundheitsinformation unerlässlich.“ So informiert die neue Studie „Health Literacy vulnerabler Bevölkerungsgruppen“ aus der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.

Die Studie

  • vergleicht die Gesundheitskompetenz von älteren Menschen und bildungsfernen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund mit der Allgemeinbevölkerung,
  • analysiert, welche soziodemografischen Faktoren die Höhe der Gesundheitskompetenz beeinflussen,
  • analysiert den Zusammenhang von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsverhalten und
  • geht auf den Umgang mit dem Versorgungssystem in Abhängigkeit von der Gesundheitskompetenz ein.

Kontakt: Arbeitsgruppe Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft

Nanomedizin entschlüsselt Herzmuskel-Krankheitsmechanismus

Ergebnis der wissenschaftlichen Kooperation Bielefeld/Bad Oeynhausen

Biophysiker der Universität Bielefeld haben einen entscheidenden Beitrag zu einer internationalen Studie zur Erbkrankheit ARVC geleistet. ARVC (arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie) ist eine gefährliche Form von Herzmuskelerkrankung. Sie führt zu plötzlichem Herztod und ist weiter verbreitet, als bislang angenommen. Das berichtet das Forscherteam aus Deutschland, Dänemark, Kanada und den USA nun in der gestern (06.03.2014) erschienenen Online-Ausgabe des renommierten European Heart Journal. „Diese Studie ist auch ein Ergebnis unserer jahrelangen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Medizinern des Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen“, betont Professor Dr. Dario Anselmetti von der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld. Er hat mit seinem Team aus Nano- und Biophysikern die mutierten Gene nanomechanisch untersucht.

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Spitzenforschung – Kooperation – Innovation – Politik- und Praxisberatung: Neuer Newsletter der Fakultät für Gesundheitswissenschaften

Spitzenforschung – Kooperation – Innovation – Politik- und Praxisberatung – das sind neben der Lehre wichtige Aufgabenbereiche der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld. Gleichzeitig sind es auch die Überschriften, unter denen  der neue Newsletter über Aktivitäten informieren will.
„Spitzenforschung“ zeigt Beispiele von wissenschaftlicher Projekten der Fakultät, die auch überregional oder international wahrgenommen werden. Unter „Kooperation“ finden sich unterschiedliche Beispiele dafür, wie die Fakultät in gesundheitsbezogenen Projekten mit Institutionen außerhalb der Wissenschaft zusammenarbeitet. „Innovation“ beginnt oft im Kleinen – Beiträge zur Gesundheit richten sich auch an gesunde Menschen und gehen über die qualitativ hochwertige Versorgung Kranker hinaus. “Politik- und Praxisberatung“ zeigt, wie Kenntnisse anderen zur Verfügung stellen.

Die erste Ausgabe des Print- und Online-Newsletters (Mai 2013) steht auf der Homepage der Fakultät zum Download bereit.

Universität Bielefeld: Neu erschienenes Themenheft der Zeitschrift „Pflege & Gesellschaft“

Das kürzlich erschienene Themenheft der Zeitschrift “Pflege & Gesellschaft” (1/2013) wurde maßgeblich mitgestaltet von Mitarbeitern der AG 6 “Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft” der Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
Zu dem Themenschwerpunkt “Gesundheitsförderung in der Langzeitversorgung” beteiligten sich die Autoren Doris Schaeffer, Annett Horn, Martin Cichocki, Thomas Kleina und Michaela Brause mit verschiedenen Beiträgen, von denen unter anderem auch Artikel in der Zeitschrift “Prävention und Gesundheitsförderung” erschienen sind.

PuGTitel

Weitere Informationen und Abstracts unter:
http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/gesnews/entry/themenheft_der_zeitschrift_pflege_gesellschaft

 

 

Universität Bielefeld: Wissenschaftlerin erhält Preis für Rehabilitationsforschung

Nach einem Unfall oder einer Erkrankung wieder in den Beruf zurückfinden: Das ist das Ziel der meisten Patientinnen und Patienten, aber auch der zahlenden Versicherungen. In ihrem Forschungsprojekt „BOMeN – Berufliche Orientierung in der Medizinischen Neurorehabilitation“ hat Dr. Anke Menzel-Begemann von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld Maßnahmen entwickelt, die Betroffene schon während der Rehabilitation gezielt auf eine Rückkehr in den Beruf vorbereiten. Beim größten Reha-Kongress Deutschlands hat sie dafür heute (6. März) den Forschungspreis der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften Nordrhein-Westfalen e.V. (GfR) erhalten.

thumbnailDr. Anke Menzel-Begemann

Mit dem Forschungspreis der GfR werden innovative Arbeiten auf dem Gebiet der Rehabilitationsforschung in Nordrhein-Westfalen gefördert. Er ist mit 7.500 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre für eine herausragende und aktuelle wissenschaftliche Arbeit mit rehabilitationswissenschaftlichem Inhalt verliehen. Den Preis erhielt Anke Menzel-Begemann auf dem Reha-Kongress der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften – dem wichtigsten wissenschaftlichen Reha-Kongress in Deutschland. Dieses Jahr tagte der Kongress in Mainz.
„Return to work“ überschreibt Dr. Anke Menzel-Begemann das gemeinsame Ziel von Patientinnen und Patienten sowie den kostentragenden Versicherungen. Reha-Maßnahmen sollten daher dieses Ziel frühzeitig ins Auge fassen. Gerade neurologischen Patientinnen und Patienten fehle zudem häufig die Einsicht in die Schwere ihrer Krankheit, wenn zum Beispiel Aufmerksamkeit und Gedächtnis gelitten haben. Daher gelte es, die Betroffenen frühzeitig für ihre individuellen Stärken und Schwächen zu sensibilisieren und auf mögliche Schwierigkeiten im (Berufs-)Alltag vorzubereiten. Menzel-Begemann schlägt in ihrer ausgezeichneten Arbeit ein vierwöchiges Behandlungskonzept für leichter betroffene Schlaganfall- und Schädelhirn-Trauma-Patienten vor. Neben Wissensvermittlung zu Themen wie Stressbewältigung, Motivation und sozialrechtlichen Möglichkeiten werden kleine aufmerksamkeits-, gedächtnis- oder planungsbezogene Wahrnehmungsexperimente sowie handwerkliche oder verwaltungstechnische Aufgaben durchgeführt und Strategien zum Umgang mit auftretenden Schwierigkeiten erarbeitet. Eine Buchfassung des Berichts ist Anfang 2012 im Juventa-Verlag erschienen.

Quelle und weitere Informationen:
http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/nach_dem_schlaganfall_zur%C3%BCck_in
http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag6/downloads/BOMeN%20Zusammenfassung.pdf

Ministerin Barbara Steffens beim Gesundheitspolitischen Forum

Über die zukünftigen Herausforderungen für die Gesundheitspolitik in NRW referierte und diskutierte die Gesundheitsministerin des Landes NRW mit zahlreichen interessierten Besuchern beim 23. Gesundheitspolitischen Forum des ZIG in der Ravensberger Spinnerei. Die über 130 Teilnehmer verfolgten eine spannende Debattte, die in bewährter Form von Prof. Dr. Wolfgang Greiner von der gesundheitswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bielefeld moderiert wurde.

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