Verbundstrukturen für den LEITMARKT.GESUNDHEIT.NRW

Die nordrhein-westfälische Landesregierung konzentriert sich in ihrer Leitmarktstrategie auf insgesamt acht Leitmärkte. Einer dieser Märkte ist der Leitmarkt Gesundheit. Wesentlicher Teil des Leitmarktes Gesundheit sind die sechs anerkannten regionalen Gesundheitswirtschaftsregionen des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Clustermanagement Gesundheitswirtschaft.NRW im Landeszentrum Gesundheit NRW. Regional verankert und Bottom-up aufgebaut bestehen gute Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Kooperation, Vernetzung und für einen intensiven Innovationstransfer zwischen Forschung, Wirtschaft und Politik.

Auf Basis der vorhandenen Strukturen und Erfahrungen aus der regionalen Clusterarbeit bauten die Gesundheitswirtschaftsregionen des Landes NRW thematisch orientierte Verbundstrukturen auf, um die landesweiten Vernetzungsaktivitäten auszuweiten. Dies geschah über die Einrichtung von Innovations- bzw. Projektplattformen.

Ostwestfalen-Lippe: Gesundheit im Quartier

Aufgrund der steigenden Bedeutung des Versorgungsstandortes Quartier hat das ZIG im Rahmen des Projektes „Verbundstrukturen für den LEITMARKT.GESUNDHEIT.NRW“ die Thematik „Gesundheit im Quartier“ fokussiert.

Das Quartier als Struktur- und Handlungsebene für die Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen prägt derzeit auch viele gesundheitspolitische und -wirtschaftliche Diskurse. Bundesweit zeigt eine Vielzahl von Quartiersprojekten, dass der kleinräumige Referenzrahmen entscheidende Vorteile bei der Entwicklung von innovativen Versorgungslösungen hat.

Die Gesundheitsregion Ostwestfalen-Lippe ist seit vielen Jahren Innovationstreiber für die vernetzte Wohnungs- und Sozialraumgestaltung. Die vielfältigen Aktivitäten der Region können unter dem Motto: Vernetzte Versorgung für mehr Gesundheit und Lebensqualität im Quartier und am Gesundheitsstandort „zu Hause“ zusammengefasst werden. Exemplarisch sind hier die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (Bielefelder Modell), das Johanneswerk Bielefeld (Johanneswerk im Stadtteil) und die Wohnbau Lemgo (Lemgoer Modell) zu nennen.

Im Projekt wurden bestehende Ansätze für Gesundheit im Quartier analysiert und thematisch aufbereitet. Interdisziplinäre Symposien und Workshops mit Quartiersbewohnenden, Quartiersmanagern, kommunalen Mitarbeitern und Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft zeigten etablierte Lösungen in der Praxis und gaben neue Impulse für die künftige Quartiersentwicklung.

Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) und unterstützt durch das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und den Gesundheitscampus NRW.

Projektzeitraum: 01.01.2014-31.12.2016

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