ZIG Die Netzwerkagentur

Zukunft gestalten, Innovation fördern, Gesundheit stärken – das sind die Aufgaben, denen sich das ZIG OWL, das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL, widmet. Als Entwicklungsagentur und Netzwerkgestalter profiliert das ZIG mit seinen Mitgliedern und Partnern das Bild der Gesundheitswirtschaft in der Region Ostwestfalen-Lippe.

Träger ist der Verein zur Förderung von Innovationen in der Gesundheitswirtschaft OWL e.V. Zu den über 40 Mitgliedern zählen Kliniken und Dienstleister, Unternehmen, Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das ZIG OWL kümmert sich um die Anliegen und Interessen seiner Mitglieder. Als Kompetenznetz für Innovation in der Gesundheitswirtschaft verbindet das ZIG OWL zahlreiche regionale und überregionale Akteure. mehr

Kooperation & Vernetzung!

Wir laden herzlich ein zum 20. OWL Forum Gesundheitswirtschaft! Diskutieren Sie mit über die Zukunft der Gesundheitsversorgung in unserer Region OWL. Was brauchen die Menschen in der Stadt und auf dem Land? Wer koordiniert künftig die Versorgung? Wie werden die neuen Angebote nachhaltig finanziert? mehr

Meldungen

Auftaktveranstaltung „Gute Pflege OWL“ in der Neuen Schmiede

"Pflege geht uns alle an"

Gute Pflege OWL

Tagesthema: Eine Initiative will ein Netzwerk für die Region schaffen. Staatssekretär Westerfellhaus spricht über die Möglichkeiten

Bielefeld. Nur wenige junge Menschen lassen sich für eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begeistern. Doch das will die Initiative „Gute Pflege OWL“ ändern. Sie will ein Netzwerk bilden zwischen den unterschiedlichen Akteuren der Region und so auf die Herausforderungen des Pflegenotstands reagieren. Für die Auftaktveranstaltung hat sich die Initiative prominente Unterstützung geholt: Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, hat über Ideen und Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegeberufe gesprochen.

Zu wenig Sicherheit, zu wenig Planung, zu wenig Freizeit und Erholung — „der Fachkräftemangel liegt nicht im Beruf selbst“, betont Andreas Westerfellhaus, sondern in den Rahmenbedingungen.
„48 Prozent der Berufsaussteiger würden laut einer Studie zurückkommen, wenn die Rahmenbedingungen sich ändern.” Die Frage sei nun, wie Pflegefachkräfte im Job gehalten oder auch zurückgeholt werden können. Genauso gehöre aber auch dazu, wie die Ausbildung attraktiver gestaltet werden kann. Die unfreiwillige Teilzeitarbeit vieler Fachkräfte oder auch die einheitliche Berufsanerkennung von Zuwanderern sieht er als weitere Herausforderungen. Auch hier müsse und werde sich etwas tun.

Ein weiterer Punkt: verbesserte Arbeitsbedingungen. Arbeitsprozesse müssen angepasst, die Digitalisierung zur Entlastung genutzt und Kinderbetreuung unterstützt werden. Aber auch flexible Arbeitszeitmodelle gehören dazu, wie auch andere Einkommens- und Karrieremöglichkeiten. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sei die generalistische Pflegeausbildung ab dem kommenden Jahr, die die drei bisherigen Pflegeberufe zusammenführt. Außerdem brauche es flächendeckend faire Löhne.

Durch das neue Pflegeberufegesetz soll eigenständiges und eigenverantwortliches Arbeiten gestärkt werden – zum Wohle des Patienten. Denn: „Der Bereich der Pflege geht uns alle an“, sagt der Staatssekretär. „Die Herausforderung besteht darin, dass es immer mehr Menschen mit Hilfebedarf gibt, aber schon heute Fachkräfte fehlen und nur wenige junge Menschen in die Pflege gehen”, erklärt die Bielefelderin Angelika Gemkow, ehemalige Landesbehindertenbeauftragtein NRW und Pflegebotschafterin der Initiative, „Daran wollen wir gemeinsam arbeiten.” Das Berufsfeld sei spannend und abwechslungsreich, doch genau das werde nicht immer auch nach außen transportiert.

Doch was kann die Initiative konkret in der Region tun? „Wir stellen uns vor, dass eine Bewegung entsteht”, sagt Uwe Borchers, ebenfalls Pflegebotschafter, sowie Geschäftsführer des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL. Um mehr Auszubildende zu finden, „müssen wir Lehrer und Berufsberater über Chancen und Möglichkeiten indem Berufsfeld informieren“, erklärt Angelika Gemkow. Denn sie sprechen die potenziellen zukünftigen Fachkräfte an, und könnten junge Menschen für den Beruf begeistern.

Faraj Remmo sitzt im Rollstuhl. Er findet es wichtig, dass auch Betroffene in die Verbesserung der Pflege einbezogen werden. Das sei ebenfalls über ein solches Netzwerk wie „Gute Pflege OWL” möglich, weiß Westerfellhaus. Auch Dietmar Mantel, Geschäftsführer der Kolping-Bildungszentren OWL, weiß, wie komplex das Thema ist: „Es gibt viele Akteure, und sie alle müssen an einem Strang ziehen.“

Quelle: Neue Westfälische (30.04.19)

Weiterer Presseartikel zur Guten Pflege OWL: Neue Westfälische (04.04.2019)

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Auftaktveranstaltung „Gute Pflege OWL“ in der Neuen Schmiede

"Pflege geht uns alle an"

Gute Pflege OWL

Tagesthema: Eine Initiative will ein Netzwerk für die Region schaffen. Staatssekretär Westerfellhaus spricht über die Möglichkeiten

Bielefeld. Nur wenige junge Menschen lassen sich für eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begeistern. Doch das will die Initiative „Gute Pflege OWL“ ändern. Sie will ein Netzwerk bilden zwischen den unterschiedlichen Akteuren der Region und so auf die Herausforderungen des Pflegenotstands reagieren. Für die Auftaktveranstaltung hat sich die Initiative prominente Unterstützung geholt: Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, hat über Ideen und Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegeberufe gesprochen.

Zu wenig Sicherheit, zu wenig Planung, zu wenig Freizeit und Erholung — „der Fachkräftemangel liegt nicht im Beruf selbst“, betont Andreas Westerfellhaus, sondern in den Rahmenbedingungen.
„48 Prozent der Berufsaussteiger würden laut einer Studie zurückkommen, wenn die Rahmenbedingungen sich ändern.” Die Frage sei nun, wie Pflegefachkräfte im Job gehalten oder auch zurückgeholt werden können. Genauso gehöre aber auch dazu, wie die Ausbildung attraktiver gestaltet werden kann. Die unfreiwillige Teilzeitarbeit vieler Fachkräfte oder auch die einheitliche Berufsanerkennung von Zuwanderern sieht er als weitere Herausforderungen. Auch hier müsse und werde sich etwas tun.

Ein weiterer Punkt: verbesserte Arbeitsbedingungen. Arbeitsprozesse müssen angepasst, die Digitalisierung zur Entlastung genutzt und Kinderbetreuung unterstützt werden. Aber auch flexible Arbeitszeitmodelle gehören dazu, wie auch andere Einkommens- und Karrieremöglichkeiten. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sei die generalistische Pflegeausbildung ab dem kommenden Jahr, die die drei bisherigen Pflegeberufe zusammenführt. Außerdem brauche es flächendeckend faire Löhne.

Durch das neue Pflegeberufegesetz soll eigenständiges und eigenverantwortliches Arbeiten gestärkt werden – zum Wohle des Patienten. Denn: „Der Bereich der Pflege geht uns alle an“, sagt der Staatssekretär. „Die Herausforderung besteht darin, dass es immer mehr Menschen mit Hilfebedarf gibt, aber schon heute Fachkräfte fehlen und nur wenige junge Menschen in die Pflege gehen”, erklärt die Bielefelderin Angelika Gemkow, ehemalige Landesbehindertenbeauftragtein NRW und Pflegebotschafterin der Initiative, „Daran wollen wir gemeinsam arbeiten.” Das Berufsfeld sei spannend und abwechslungsreich, doch genau das werde nicht immer auch nach außen transportiert.

Doch was kann die Initiative konkret in der Region tun? „Wir stellen uns vor, dass eine Bewegung entsteht”, sagt Uwe Borchers, ebenfalls Pflegebotschafter, sowie Geschäftsführer des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL. Um mehr Auszubildende zu finden, „müssen wir Lehrer und Berufsberater über Chancen und Möglichkeiten indem Berufsfeld informieren“, erklärt Angelika Gemkow. Denn sie sprechen die potenziellen zukünftigen Fachkräfte an, und könnten junge Menschen für den Beruf begeistern.

Faraj Remmo sitzt im Rollstuhl. Er findet es wichtig, dass auch Betroffene in die Verbesserung der Pflege einbezogen werden. Das sei ebenfalls über ein solches Netzwerk wie „Gute Pflege OWL” möglich, weiß Westerfellhaus. Auch Dietmar Mantel, Geschäftsführer der Kolping-Bildungszentren OWL, weiß, wie komplex das Thema ist: „Es gibt viele Akteure, und sie alle müssen an einem Strang ziehen.“

Quelle: Neue Westfälische (30.04.19)

Weiterer Presseartikel zur Guten Pflege OWL: Neue Westfälische (04.04.2019)