Aktuelles

Tab in Time: AKVIGO testet elektronischen Tablettenspender

Die Firma AKVIGO-Akustische und visuelle Gesundheitspotimierung aus Bad Salzuflen hat eine technische Lösung entwickelt, die die Pflegenden bei der Medikamentengabe entlastet und so Raum für andere Tätigkeiten schafft.

Das System wird zur Zeit in einem Pflegedienst, einem Pflegeheim und einem Privathaushalt in Lippe getestet und soll danach dem Spitzenverband der Krankenkassen vorgestellt werden.

Gabriele Bunse und Udo Voßhenrich präsentieren das Tab-in-time-Gerät. Foto: Thorsten Engelhardt.

„Tab in Time“ heißt der automatische Tablettenspender. Er stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten immer zur vorgegebenen Zeit die richtige Tablette mit der ausreichenden Menge Wasser zu sich nehmen. Wenn ein Patient die Einnahme vergisst, wird er zunächst akustisch erinnert, später alarmiert das Gerät selbstständig den Pflegedienst.

Die automatische Medikamentengabe erhält die Selbstständigkeit der zu Pflegen und stärkt gleichzeitig ihre Gesundheitskompetenz. Das Gerät ist auch für sehbehinderte Menschen geeignet und enthält ein Fach, in dem ein Notarzt den Medikamentenplan finden kann. Eine Sensorik prüft, ob immer genug Becher für Medikamente und Wasser bereitstehen, per Touchscreen können die Patienten eine Abwesenheitsregelung einschalten.

Entwickelt wurde „Tab in Time“ von Gabriele Bunse und Udo Voßhenrich  unter dem Dach der POS Tuning. Bunse weiß aus Erfahrung, wie wichtig pflegebedürftigen Menschen der Erhalt der Selbstständigkeit ist. Für Voßhenrich ist das System eine gute Weiterentwicklung des 4.0-Gedankens und der Wirtschaftsinitiative „It´s OWL“, „denn es zeigt die technische Kompetenz der Region“.

Quelle: Lippische Landeszeitung, 5./6.Mai 2018

Notfallpfleger: Qualifizierung für gestufte Notfallversorgung am EvKB

Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) bildet als erstes Krankenhaus in Ostwestfalen-Lippe Gesundheits- und Krankenpfleger zu sogenannten „Notfallpflegern“ aus. Diese Fachweiterbildung soll die Teilnehmer auf die speziellen Anforderungen in der Notaufnahme vorbereiten und tieferes Hintergrundwissen für die Priorisierung von Notfällen mitgeben.

Anne Steinhauer aus dem Johanneskrankenhaus ist eine der ersten 23 Notfallpflegerinnen in OWL. Foto: Andreas Zobe

Inzwischen empfehlen die Fachverbände und die Deutsche Krankenhausgesellschaft eine solche Pflege-Spezialisierung. Denn in den Ambulanzen ist die Einordnung und Priorisierung der Dringlichkeit der Behandlung von Notfällen eine zentrale Aufgabe der Krankenschwestern und -pfleger.

„Die Notaufnahmen sind aufgrund des enormen Zulaufs zu ambulanten Versorgungszentren geworden“, sagt Hans-Werner Kottkamp, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im EvKB. „Die Notfallpflege soll helfen, den Blick für die Patienten zu schärfen.“

Die ersten 23 Prüfungen am EvKB gingen bereits erfolgreich über die Bühne. Nach Abschluss der Übergangslösung bis 2020 bleibt die zweijährige Weiterbildung (720 Stunden Theorie und 1.800 Stunden Praxis in Notaufnahme, Intensivstation, Anästhesie und präklinischer Notfallversorgung).

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Physician Assistents: Klinikum Bielefeld kooperiert mit FHM

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) bietet zum Wintersemester 2018/19 den neuen Studiengang „Physician Assistent“ an, der zusammen mit dem Klinikum Bielefeld und weiteren Krankenhäusern in OWL entwickelt wurde.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: v.l.n.r.: Prof. Dr. Michael Fantini, Prof. Dr. Walter Niemeier, Prof. Dr. Richard Merk, PD Dr. Martin Görner. Sitzend: Prof.Dr. med. Anne Dreier, Michael Ackermann. Foto: Klinikum Bielefeld.

Die staatlich anerkannte, private Fachhochschule des Mittestands (FHM) bietet zum Studienstart im Oktober 2018 erstmals den Bachelorstudiengang B.Sc. Physician Assistance an. Die Hochschule erweitert somit ihr Portfolio im Bereich Personal/Gesundheit/Soziales und reagiert mit dem Angebot auf den Fachkräftemangel im Gesundheitssektor. Kooperationspartner des neuen Studiengangs ist das Klinikum Bielefeld.

Der Studiengang Physician Assistance richtet sich an ambitionierte Fachkräfte aus dem Gesundheitssektor, die einen beruflichen Aufstieg nach dem Studium erreichen möchten. Aufgrund der demografischen Entwicklung und dem daraus entstandenen Fachkräftemangel sind neue Chancen für die Qualifizierung, die berufliche Weiterentwicklung und für den Aufstieg von bereits Berufstätigen im Gesundheitssektor entstanden. Für Gesundheitsfachkräfte, die sich speziell im medizinischen Bereich weiterqualifizieren wollen, bietet der Physician Assistance eine geeignete und anschlussfähige Berufsperspektive.

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Neue Präsidentin der Universität Paderborn

Prof. Dr. Birgitt Riegraf ist neue Präsidentin der Universität Paderborn. Sie folgt auf Prof. Dr. Wilhelm Schäfer, der aus gesundheitlichen Gründen im vergangenen Jahr zurücktrat.

Riegraf ist die erste Frau an der Spitze der Hochschule. Sie wurde am 24. Januar 2018 zur neuen Präsidentin gewählt, am 17. April fand die offizielle Einführung statt.

Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf. Foto: Uni PB.

Prof. Dr. Birgitt Riegraf, geboren 1961, studierte Politische Wissenschaft, Soziologie, Psychologie und Religionswissenschaft sowie den interdisziplinären Ergänzungsstudiengang „Qualitative Methoden in den Sozialwissenschaften“ an der Freien Universität Berlin. Sie promovierte 1995 an der FU Berlin und habilitierte sich 2004 an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Nach Gast- und Vertretungsprofessuren an der Universität Duisburg-Essen, der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig und der Georg-August Universität Göttingen war sie seit 2009 Professorin für Allgemeine Soziologie an der Universität Paderborn. Seit März 2015 war sie Vizepräsidentin der Universität Paderborn.

 

Quelle: Universität Paderborn
Pressemeldung zur Einführung des neuen Präsidiums

Quelle Vita: Schader Stiftung

Erste Ergebnisse aus der Praxisstudie „Klinik inklusiv“

Erste Erkenntnisse aus dem Projekt „Klinik inklusiv“ der Fachhochschule der Diakonie, des Ev. Klinikum Bethel und des Krankenhauses Mara zeigen, dass eine individuelle Vorbereitung von Menschen mit Behinderungen auf einen Krankenhausaufenthalt Unsicherheiten nimmt und Vertrauen schenkt. Patientinnen und Patienten ließen sich eher auf eine Behandlung ein, wenn ihre Grenzen geachtet würden und ihnen vertraute Pflegende zur Seite stehen. Damit würden den Patientinnen und Patienten Ängste genommen, ihre Versorgung erleichtert und verbessert.

Diakonin Prof. Dr. Doris Tacke (l.) und Petra Ott-Ordelheide. Foto: Schulz.

Die Fachhochschule der Diakonie führt seit 2016 die Praxisstudie „Klinik inklusiv“ durch. Das Forschungsprojekt untersucht die Versorgung von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen im Krankenhaus und erprobt, inwieweit Pflegeexperten durch prästationäre Besuche Krankenhausaufenthalte dieser PatientInnen besser vorbereiten können.

Seit Januar 2018 läuft die zweite Praxisphase des Projektes, das im März 2019 endet. Es wird durch die Stiftung Wohlfahrtspflege gefördert. Projektleiterin ist Prof. Dr. Doris Tacke.

Quelle und weitere Information: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Erfolgreiches Projekt wird fortgesetzt: Demenz-Koordinator in Gütersloh

Nach drei Jahren endete das Gemeinschaftsprojekt „Demenz-Koordinator“ der Bürgerstiftung Gütersloh, des Klinikum Gütersloh und des LWL-Klinikums mit großem Erfolg. Demenz-Koordinator Benjamin Volmar hat Menschen mit Demenz während ihres Krankenhausaufenthaltes seine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch konnten Pflegekräfte entlastet und PatientInnen besser versorgt werden.

„Die Rückmeldungen sind so positiv und die Verbesserung der Behandlungen spür- und messbar, dass wir uns zur Fortführung entschlossen haben“, so Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikum Gütersloh. Die Bürgerstiftung Gütersloh hatte das Projekt seit 2015 unterstützt. Die Stelle bleibt erhalten und wird zukünftig von den beiden beteiligten Kliniken getragen.

Quelle und weitere Information: Klinikum Gütersloh

Zehnjähriges Jubiläum des Johannes Wesling Klinikums

Minden, April 2018. Das Johannes Wesling Klinikum in Minden feiert sein zehnjähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür am 14. April 2018.

Johannes Wesling Klinikum. Foto: Mühlenkreiskliniken

Im Volksmund ist das Johannes Wesling Klinikum immer noch „der Neubau“. Im März 2008 war das Johannes Wesling Klinikum nach nur vier Jahren Bauzeit eröffnet worden. Das Krankenhaus ist einer der größten und modernsten Klinikneubauten in ganz Deutschland.

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 14. April, von 11.00 bis 17.00 Uhr veranstaltet das Johannes Wesling Klinikum einen Tag der offenen Tür. An mehr als 50 Ständen stellen sich die Kliniken und Institute sowie zahlreiche Vereine und Institutionen vor. Führungen, Vorträge und Workshops komplementieren das Programm.

Quelle: Pressemitteilung des Johannes Wesling Klinikums

Petra Kolip und Oliver Razum erneut in der RKI-Kommission

Bielefeld, März 2018. Professorin Dr. Petra Kolip und Professor Dr. Oliver Razum, beide Fakultät für Gesundheitswissenschaften (Uni Bielefeld) sind für die kommenden vier Jahre erneut in die Kommission für Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Instituts berufen worden. Petra Kolip wurde in der konstituierenden Sitzung zur Vorsitzenden gewählt.

Prof. Dr. Petra Kolip, Foto: Michael Bergmann
Prof. Dr. Oliver Razum, Foto: Uni Bielefeld

Das Robert Koch-Institut ist im Auftrag der Bundesregierung unter anderem dafür zuständig, den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu erfassen. Die Kommission berät das RKI fachlich und unterbreitet Vorschläge für die Weiterentwicklung der Gesundheitsberichterstattung und des Monitorings.

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