Archiv für das Jahr 2018

Gesundheits- und Pflegewissenschaft: Kooperation mit Brasilien geplant

Pflegekräfte übernehmen in Brasilien eine ganz andere Rolle als in Deutschland: Sie sind akademisch ausgebildet und stellen medizinische Grundversorgung und Gesundheitsberatung sicher. Kerstin Hämel und Doris Schaeffer, Professorinnen für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld, arbeiten bereits seit einigen Jahren mit der Universidade Franciscana, einer Universität im Süden Brasiliens, zusammen.

Im Gespräch mit der Prorektorin für Internationales und Diversität, Prof. Dr. Angelika Epple (3.v.r): Prof. Dr. Kerstin Hämel, Prof. Dr. Dirce Stein Backes, Professorin für Pflegewissenschaft, Universidade Franciscana, Irmã Iraní Rupolo, Präsidentin, Universidade Franciscana, Despina Arnold, Koordinatorin für außereuropäische Hochschulkooperationen, International Office Universität Bielefeld, und Prof. Dr. Doris Schaeffer (v.l.). Foto: Universität Bielefeld

Jetzt haben sie die Präsidentin und die Professorin für Pflegewissenschaft aus Santa Maria nach Bielefeld eingeladen, um in einem Memorandum of Understanding für die kommenden drei Jahre gemeinsame Forschungsperspektiven festzuklopfen.

Quelle: Universität Bielefeld

Hausärztliche Versorgung in Steinhagen

Steinhagen. Wie wird die hausärztliche Versorgung in Steinhagen in den kommenden Jahren aussehen? Welche Maßnahmen können die Gemeinde Steinhagen und weitere Institutionen ergreifen, um auch angehende Allgemeinmediziner in Zukunft in den Ort zu holen? Im Seniorenbeirat informierte dazu am Dienstag, den 08. Mai, Uwe Borchers, Geschäftsführer des Zentrums für Innovation (ZIG) in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe.

Reinhard Junker (rechts), Vorsitzender des Seniorenbeirats, begrüßt Uwe Borchers, Geschäftsführer des ZIG. Foto: Volker Hagemann

Allgemeiner Konsens: Noch sei die Lage entspannt. Voraussichtlich wird sich die aktuelle Situation jedoch relativ zügig wandeln: »Von den derzeit 14 hier praktizierenden Allgemeinmedizinern ist ein Großteil 65 Jahre alt und älter“, erklärte Bürgermeister Klaus Besser. Ein Mangel an praktizierenden Nachfolgern wird entstehen. Zusätzlich zur Nachbesetzung der ansässigen Arztpraxen verwies Uwe Borchers auf die neue Generation der MedizinerInnen: »Es gibt zunehmend junge Ärztinnen; die arbeiten dann aus familiären Gründen oft in Teilzeit und benötigen Kollegen.«

Ein Maßnahmenplan ist die langfristige Bindung der jungen Mediziner an den Standort Steinhagen. »Wir müssen schon junge Leute für den Arztberuf begeistern und sie motivieren, dann auch im Ort zu bleiben und nicht in Großstädte abzuwandern«, so Borchers. »Dabei kann die im Aufbau befindliche ›Medizinische Fakultät OWL der Uni Bielefeld‹ helfen, ebenso das Hospitieren in den jetzigen Praxen. Die Gemeinde kann vor Ort Anreize schaffen, etwa Parkplätze an Praxen einrichten, vielleicht Bürgschaften für junge Ärzte einrichten.«

Quelle: Westfalen-Blatt

Vom Babyfon zum Smarten Bett: Innovationskreis Gütersloh zu Gast bei Hermann Bock

Verl. Wie kann intelligente Sensorik sinnvoll Einzug in die Pflege halten? Dieser Frage widmete sich die von der pro Wirtschaft GT organisierte Veranstaltungsreihe Innovations.Kreis.GT bei der Hermann Bock GmbH in Verl. Moderator Uwe Borchers, Geschäftsführer des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG OWL) begrüßte die Teilnehmer zum Thema „Intelligente Sensorik für die Pflege – Vom Babyfon zum smarten Bett“: „Die zukünftige Sicherstellung guter Pflege sollte auch digitale Entwicklungen einbeziehen.“

Stefan Kettelhoit, Geschäftsführer bei Hermann Bock, erläuterte, dass es in der Pflege vor allem um die Frage ginge, wie Pflegekräfte bei der Pflege mehr Zeit für die Zuwendung zum Menschen gewinnen können. Hier setzt das von der Hermann Bock GmbH und der GigaSysTec GmbH entwickelte „Smart Care Control-System“ (SCC) an. Dieses speichert Technik- und Sensordaten automatisch, stellt sie pseudonymisiert der Pflegedokumentation zur Verfügung und entlastet Pflegekräfte bei der Dokumentation der Pflege. „Wir müssen uns von dem Gedanken frei machen, dass Pflege mit dem Lebensende gleichzusetzen ist“, betonte Kettelhoit. „Pflegebedürftigkeit erstrecke sich zumeist über viele Jahre und nicht nur deshalb müsse mehr Zeit für die Zuwendung zum Menschen geschaffen werden.“

Matthias Vinnemeier (v.l.), Stefan Kettelhoit, Willi Keckstein, Karsten Glied und Uwe Borchers (Geschäftsführer ZIG OWL). Foto: Neue Westfälische

Willi Keckstein, Geschäftsführer von GigaSysTec, war vor etwa 30 Jahren Mitentwickler des internationalen Dect-Funkstandard bei Siemens und entwickelte somit die Basis für das SCC. Der Dect-Funkstandard liefert eine robuste und sichere Funklösung für Industrie- und Medizinapplikationen im weltweit geschützten Dect-Frequenzband und stelle somit eine geschützte Datenübertragung sicher.

Karsten Glied, Geschäftsführer der Techniklotsen GmbH stellte anschließend sein Credo vor: „Mehr Hände ans Bett; mehr Arbeit am Menschen.“ Mit dem SCC gäbe es erstmals ein System, das das Potenzial hat, Daten innerhalb kurzer Zeit zu analysieren und in eine konkrete Handlungsempfehlung umzuwandeln. Dies könne enorm dazu beitragen, dass Pflegekräfte entlastet werden. Wichtig sei dazu aber die Integration in die bestehenden Informationskanäle. Und auch in der ambulanten Altenhilfe könne das Sammeln von Informationen zu Vorteilen führen. „Beispiel Dekubitus-Patienten: Bei diesen Patienten wird alle zwei Stunden die Körperposition gewechselt. Doch wer sagt der Pflegekraft, dass der Familienangehörige den Patienten nicht schon vor einer halben Stunde umgelagert hat? Es kommt hier also auf eine gute Informationsvermittlung und -übertragung an sowie auf eine gute Abstimmung aller Beteiligten. Auch hierfür bietet das entwickelte SCC eine sehr gute Grundlage“, so Glied.

Matthias Vinnemeier, Referent für Innovation und Digitalisierung bei der pro Wirtschaft GT fasste zusammen: „In der Pflege führt bei der Dokumentation kein Weg mehr an der digitalen Informationsübermittlung vorbei, denn Daten können in diesem Fall Leben retten. Der SCC ermöglicht es den Pflegekräften den Menschen selbst bei der Pflege wieder mehr Zeit zu widmen“.

Quelle: Neue Westfälische, 23. Mai 2018

Erste Kardio-Onkologie in OWL

St.-Vincenz-Krankenhaus spezialisiert sich auf Krebserkrankungen bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Schwächen

Paderborn. Eine Krebserkrankung ist für Patienten eine enorme körperliche als auch psychische
Belastung. Dank des Medizinfortschrittes hätten Krebserkrankte zwar eine immer größer werdende
Heilungschance und höhere Lebenserwartung, zunehmend rückten aber Nebenwirkungen ins
Bewusstsein der Mediziner. Im St.-Vincenz-Krankenhaus gibt es dafür die »Kardio-Onkologie«.

Es werde immer wichtiger, über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen einer Krebserkrankung zu forschen, aufzuklären und rechtzeitig zu handeln. Die Vincenz-Kardiologen gründeten deshalb diese Spezialabteilung, um sich auf die Behandlung beider Erkrankungen in Kombination zu spezialisieren.

Dr. Volker Rickert, Oberarzt in der Kardiologie, und Prof. Dr. Andreas Götte (rechts), Chefarzt der Medizinischen Klinik II, arbeiten in der Kardio-Onkologie Hand in Hand.
Dr. Volker Rickert, Oberarzt in der Kardiologie, und Prof. Dr. Andreas Götte (rechts), Chefarzt der Medizinischen Klinik II. Foto: Westfalen-Blatt

Chemotherapie und Ultraschall

»Bestimmte Medikamente in einer Chemotherapie können krankmachend auf das Herz wirken«, erklärt Dr. Volker Rickert, Oberarzt in der Kardiologie. Auch eine Bestrahlung in der Nähe des Herzens könne eine Schädigung des Herzmuskels hervorrufen. Strahlen- oder Chemotherapien könnten somit Auslöser einer Herzschwäche sein.

»Entscheidend ist, eine Herzmuskelschwäche bei Krebspatienten so früh wie möglich zu erkennen. Denn diese kann kurzfristig auftreten, kann aber auch erst viele Jahre nach einer Behandlung beginnen«, weiß Prof. Dr. Andreas Götte, Chefarzt der Medizinischen Klinik II – Kardiologie und Internistische Intensivmedizin. Besonders im Blickfeld der Kardiologen seien die Krebspatienten, die vor der Diagnose Krebs unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung litten.

Dr. Volker Rickert erklärt die Behandlung: »Mittels eines Herzultraschalls, der sogenannten Echokardiographie, können wir die Pumpleistung des Herzens ermitteln und so krankhafte Veränderungen des Herzens frühzeitig feststellen.« Diese Methode sei besonders schonend für den Patienten. »Danach leiten wir eine gezielte Behandlung ein.«

Zertifizierte Zentren für Krebserkrankungen am St. Vincenz-Krankenhaus

Das Vincenz ist auf die Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen spezialisiert. Zertifizierte Zentren wie das Darmzentrum, das Kooperative Brustzentrum Paderborn sowie das Gynäkologische Krebszentrum gewährleisteten eine bestmögliche Versorgung der Tumorpatienten. »Wir sind das erste kardiologische Zentrum in der Region OWL, das sich speziell auf dem Gebiet der Kardio-Onkologie personell verstärkt hat. So können wir dieser wichtigen Entwicklung in der Herzmedizin gerecht werden, die ebenfalls weltweit zunehmend in den Fokus rückt«, so Prof. Götte.

Quelle: Westfalen-Blatt, 24.5.2018

 

Bethels größte Investition: 70 Mio. Euro für Kinderzentrum

Bielefeld. Bis 2022 investieren die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel 70 Millionen Euro in das geplante Kinderzentrum. Weitere fast sechs Millionen fließen in die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die in Sichtweite ab Januar mit 43 Betten fertig sein soll. Bis zu 50.000 Kinder können jährlich versorgt werden, zu keinem Zeitpunkt des Neubaus wird der Betrieb stillstehen.

Das Kinderzentrum soll nach dem Abriss im Herbst 2019 in einen anderen Gilead-Neubau umziehen. 2022 soll dann der zweite Umzug in den dann fertigen Neubau des Kinderzentrums folgen. 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ziehen mit um. Das EvKB-Kinderzentrum gehört mit seinen Spezialambulanzen zu den größten bundesweit.

Aber, so Chefarzt Eckard Hamelmann, „es wird dabei nie den Moment geben, in dem die Kinderklinik abgeschaltet ist“. Alles werde immer verfügbar sein. Dabei hilft die Nähe zum Akutkrankenhaus Gilead I, hier sollen etliche vorhandene Angebote mit genutzt werden.

EvKB-Geschäftsführerin Maren Thäter, selbst Kinderärztin, ist froh, „dass wir sehr sehr früh mit der Planung begonnen haben und viel Puffer in alle Planungen eingebaut haben.“ So ist der stete Wandel eine Herausforderung, aber auch die Chance, es am Ende möglichst nah an den Idealzustand zu bringen, sagt Thäter.

Den Idealzustand sieht Thäter in Reichweite. „Wir haben ganz am Anfang eine ,Wünsch-Dir-was-Liste? notiert; und sehen heute, dass wir da nicht sehr weit von entfernt sind.“ Und das bei einer schwierigen Finanzierungslage: Das Land schießt keinen Cent dazu, das Ziel des EvKB ist, am Ende die eine Hälfte aus Spenden und die andere über Kredite finanzieren zu können. Derzeit steht das Spendenbarometer bei gut 15 Millionen, es fehlen also noch 20. Das etablierte Jahresspendenprojekt Bethels soll nicht nur 2018 „Neubau Kinderzentrum“ heißen, sondern auch in den folgenden Jahren.

So wird das Kinderzentrum Bethel aussehen: Der prämierte Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs. Foto: Bethel

Das neue Haus, das eigentlich aus sechs neuen Häusern besteht, soll auf dem identischen 20.000-Quadratmeter-Grundstück wie das aktuelle Kinderzentrum am Grenzweg entstehen. Die neun Meter hohen Würfel, zwischen denen es eine sogenannte Magistrale, eine teilweise offene Wegebeziehung gibt, werden von Architekt Rainer Hascher als „tanzend“ bezeichnet – alle sind etwas verschoben, in sich gedreht. Die Optik: viel Glas, kindgerechtes Drumherum.

Hamelmann: „Das Kinderzentrum soll möglichst wenig nach Krankenhaus aussehen.“ Es bleibe flächenmäßig sogar etwa gleich groß, das aber bei viel klügerer Raumplanung.

Die Zeiten ändern sich. Ein Teil der alten Gerätschaften zieht zwar mit um, aber es kommen auch neue Dinge hinzu – als Leuchtturm ein millionenschweres MRT-Gerät. Für Hamelmann alles Gründe für viel Optimismus: „Das ist echt ein Blockbuster, eine Aussage für die Region.“ In dieser sieht er zwar eine kommende Verdichtung bei Kinderkliniken, Bethel aber werde stabil bleiben.

Quelle: Neue Westfälische, 22. Mai 2018

Live-Operation: Videoübertragung von Herford nach Berlin

So könnte die Medizin der Zukunft aussehen. Ärzte aus dem Klinikum Herford und der Charité Berlin sichern einen Befund – per Videoliveschaltung aus dem Operationssaal. Bei der Diagnose Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinose) arbeiten beide Häuser per Videoübertragung zusammen. Mediziner aus der Charité sind live in den OP des Klinikums geschaltet und können die Operation von Berlin aus am Bildschirm mitverfolgen.

Bauchfelloperation mitsamt Live-Übertragung im Klinikum Herford | Foto: Klinikum Herford

Gegenstand dieser Kooperation ist das HIPEC-Verfahren. Bei diesem Verfahren wird das Bauchfell chirurgisch entfernt und die Bauchhöhle mit einer erwärmten Chemotherapie-Lösung gespült. Entscheiden sich die Mediziner während der Liveschaltung für diese Therapie, wird der Patient zur Weiterbehandlung nach Berlin verlegt.

Die Charité bietet diese Kombinationstherapie als eines von wenigen spezialisierten chirurgischen Zentren in Deutschland an. „Diese kooperative Behandlungsplanung zwischen zwei operativen Universitätskliniken ist in Deutschland einzigartig“, freut sich Prof. Dr. Günther Winde, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie und Proktologie im Klinikum Herford.

Durch die Zusammenarbeit beider Kliniken und die gemeinsame Therapieentscheidung wird dem Patienten der Weg nach Berlin sowie eine mögliche weitere Operation erspart. Patienten, die sich nicht für das Verfahren eignen, werden im Klinikum Herford weiterbehandelt.

Quelle: Klinikum Herford

 

 

Tab in Time: AKVIGO testet elektronischen Tablettenspender

Die Firma AKVIGO-Akustische und visuelle Gesundheitspotimierung aus Bad Salzuflen hat eine technische Lösung entwickelt, die die Pflegenden bei der Medikamentengabe entlastet und so Raum für andere Tätigkeiten schafft.

Das System wird zur Zeit in einem Pflegedienst, einem Pflegeheim und einem Privathaushalt in Lippe getestet und soll danach dem Spitzenverband der Krankenkassen vorgestellt werden.

Gabriele Bunse und Udo Voßhenrich präsentieren das Tab-in-time-Gerät. Foto: Thorsten Engelhardt.

„Tab in Time“ heißt der automatische Tablettenspender. Er stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten immer zur vorgegebenen Zeit die richtige Tablette mit der ausreichenden Menge Wasser zu sich nehmen. Wenn ein Patient die Einnahme vergisst, wird er zunächst akustisch erinnert, später alarmiert das Gerät selbstständig den Pflegedienst.

Die automatische Medikamentengabe erhält die Selbstständigkeit der zu Pflegen und stärkt gleichzeitig ihre Gesundheitskompetenz. Das Gerät ist auch für sehbehinderte Menschen geeignet und enthält ein Fach, in dem ein Notarzt den Medikamentenplan finden kann. Eine Sensorik prüft, ob immer genug Becher für Medikamente und Wasser bereitstehen, per Touchscreen können die Patienten eine Abwesenheitsregelung einschalten.

Entwickelt wurde „Tab in Time“ von Gabriele Bunse und Udo Voßhenrich  unter dem Dach der POS Tuning. Bunse weiß aus Erfahrung, wie wichtig pflegebedürftigen Menschen der Erhalt der Selbstständigkeit ist. Für Voßhenrich ist das System eine gute Weiterentwicklung des 4.0-Gedankens und der Wirtschaftsinitiative „It´s OWL“, „denn es zeigt die technische Kompetenz der Region“.

Quelle: Lippische Landeszeitung, 5./6.Mai 2018

Notfallpfleger: Qualifizierung für gestufte Notfallversorgung am EvKB

Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) bildet als erstes Krankenhaus in Ostwestfalen-Lippe Gesundheits- und Krankenpfleger zu sogenannten „Notfallpflegern“ aus. Diese Fachweiterbildung soll die Teilnehmer auf die speziellen Anforderungen in der Notaufnahme vorbereiten und tieferes Hintergrundwissen für die Priorisierung von Notfällen mitgeben.

Anne Steinhauer aus dem Johanneskrankenhaus ist eine der ersten 23 Notfallpflegerinnen in OWL. Foto: Andreas Zobe

Inzwischen empfehlen die Fachverbände und die Deutsche Krankenhausgesellschaft eine solche Pflege-Spezialisierung. Denn in den Ambulanzen ist die Einordnung und Priorisierung der Dringlichkeit der Behandlung von Notfällen eine zentrale Aufgabe der Krankenschwestern und -pfleger.

„Die Notaufnahmen sind aufgrund des enormen Zulaufs zu ambulanten Versorgungszentren geworden“, sagt Hans-Werner Kottkamp, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im EvKB. „Die Notfallpflege soll helfen, den Blick für die Patienten zu schärfen.“

Die ersten 23 Prüfungen am EvKB gingen bereits erfolgreich über die Bühne. Nach Abschluss der Übergangslösung bis 2020 bleibt die zweijährige Weiterbildung (720 Stunden Theorie und 1.800 Stunden Praxis in Notaufnahme, Intensivstation, Anästhesie und präklinischer Notfallversorgung).

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