Archiv für das Jahr 2018

Honorarprofessur für Dr. Carsten Tiemann

Honorarprofessor Dr. Carsten Tiemann (Mitte) mit dem IuM-Dekan Prof. Dr. Lothar Budde und der Präsidentin Prof. Dr. Schramm-Wölk.
(Foto: Detlev Grewe-König)

Wir gratulieren unserem langjährigen Mitglied Dr. Carsten Tiemann zur Honorarprofessor im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik an der Fachhochschule Bielefeld. Prof. Tiemann lehrt bereits seit 2007 im Studiengang Apparative Biotechnologie mit dem Schwerpunkt „Molekulare Analytik“.

Seit 1997 leitet Prof. Tiemann die Abteilung für Molekulare Diagnostik, Schwerpunkt Infektionserregerdiagnostik – Viren/Bakterien, im Labor Krone in Bad Salzuflen. Der Nachweis von Infektionserregern und die Analyse genetischer Veränderungen sind wesentliche Aufgaben dieses Arbeitsbereiches. Die Erstellung forensischer DNA- und Abstammungsgutachten für Gerichte, Behörden und private Auftraggeber ist ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt. Professor Tiemann ist als Geschäftsführer und Mitgesellschafter in der LABCON-OWL GmbH zudem verantwortlich für klinische Studien und Evaluationen im Bereich der molekularen Diagnostik.
(Quelle: Pressemitteilung, FH Bielefeld)

Das digitale Dorf: Innovative Lösungsansätze für die ländliche Versorgung

Die Projektwerkstatt Gesundheit 4.0 und das Projekt Smart Countryside präsentieren Zwischenergebnisse auf dem Zukunftsforum ländliche Entwicklung in Berlin.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lebensqualität in den ländlichen Räumen attraktiver zu gestalten und den Menschen auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen aussichtsreiche Perspektiven bieten zu können.“ Mit diesem Versprechen eröffnete Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt das 11. Zukunftsforum ländliche Entwicklung am 24. Und 25. Januar in Berlin. Über 1.100 Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft diskutierten zum Thema „Dynamik und Vielfalt – Potenziale der ländlichen Räume nutzen.“ Gemeinsam mit dem Partnerprojekt Smart Countryside präsentierte die Projektwerkstatt Gesundheit 4.0 den rund 200 Gästen im Begleitworkshop „Das Dorf von morgen: Herausforderungen und Perspektiven im digitalen Zeitalter“ eine Auswahl an Möglichkeiten, Gesundheit für alle im ländlichen Raum zu schaffen. Unter dem Motto „Stadt-Land-Schluss?“ präsentierte die Projektwerkstatt regionale und überregionale Lösungen für die Gesundheitsversorgung sowie innovative Produktideen im Bereich Mensch-Technik-Interaktion. Dabei ging es u.a. um die telemedizinischen Dienstleistungen des Instituts für angewandt Telemedizin beim Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen sowie um die Smart Care Control der Firma Hermann Bock GmbH aus Verl, das professionell Pflegende entlastet, indem Vitaldaten im Pflegebett automatisch aufgenommen und an das Pflegeinformationssystem übermittelt werden.

Florian Kreker, Projektmanager der Projektwerkstatt Gesundheit 4.0

Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistags legte Wert darauf, „dass der Staat die Urbanisierung nicht aufhalten kann. Aber er kann Anreize schaffen, dass die Menschen bleiben wollen.“ Dies unterstrich auch Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes. Sie sieht „eine drohende Verödung des ländlichen Raums. Die dort lebenden Menschen haben das Gefühl abgehängt zu sein, dem müsse entgegengewirkt werden.“ Der Frage von Prof. Dr. Stephan G. Humer, ob es zu spät ist die ländliche Entwicklung mitzugestalten, entgegnete die Projektwerkstatt mit praktischen Beispielen. „Es ist jetzt an der Zeit, die Zukunft im ländlichen Raum mitzugestalten. Sie sind eingeladen, sich daran zu beteiligen“, so Florian Kreker, Projektmanager für die Projektwerkstatt Gesundheit 4.0 beim ZIG.

Intensivpflege mit Durchblick – Digitale Datenbrille vereinfacht den Pflegealltag

Gute Gesundheitsversorgung wird in Zukunft nur möglich sein, wenn die Chancen der Digitalen Technik auch im Pflegealltag genutz werden. Heinrich Recken vom Studienzentrum Essen der Fernhochschule Hamburg arbeitet am Projekt „Ambulante Intensivpflege unter Zuhilfenahme einer Pflegebrille“: Die Pflegebrille vereinfacht pflegerische Arbeitsprozesse durch das Abrufen visueller Patientendaten. Beim 18. OWL Forum Gesundheitswirtschaft hatte Recken die digitale Pflegebrille vorgestellt. Pflegekräfte können damit beispielsweise Pflegepläne, Anleitungen für Medizintechnik-Geräte oder Beatmungsdaten mobil abrufen. Sie haben im Pflegealltag die Händen frei und sind nicht an einen Monitor gebunden. Die Pflegebrille soll vorrangig bei der zeit- und kostenintensiven Behandlung von Patienten in der Intensivpflege helfen und eine Verbesserung der Pflegesituation im ambulanten und stationären Bereich unterstützen. Auch pflegende Angehörige und Freunde können die Brille bei der häuslichen Pflege von Intensivpatienten verwenden.

Download: Neue Westfälische, 19.01.2018 (Bericht: Peter Stuckhard)