Archiv für das Jahr 2018

Erste Ergebnisse aus der Praxisstudie „Klinik inklusiv“

Erste Erkenntnisse aus dem Projekt „Klinik inklusiv“ der Fachhochschule der Diakonie, des Ev. Klinikum Bethel und des Krankenhauses Mara zeigen, dass eine individuelle Vorbereitung von Menschen mit Behinderungen auf einen Krankenhausaufenthalt Unsicherheiten nimmt und Vertrauen schenkt. Patientinnen und Patienten ließen sich eher auf eine Behandlung ein, wenn ihre Grenzen geachtet würden und ihnen vertraute Pflegende zur Seite stehen. Damit würden den Patientinnen und Patienten Ängste genommen, ihre Versorgung erleichtert und verbessert.

Diakonin Prof. Dr. Doris Tacke (l.) und Petra Ott-Ordelheide. Foto: Schulz.

Die Fachhochschule der Diakonie führt seit 2016 die Praxisstudie „Klinik inklusiv“ durch. Das Forschungsprojekt untersucht die Versorgung von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen im Krankenhaus und erprobt, inwieweit Pflegeexperten durch prästationäre Besuche Krankenhausaufenthalte dieser PatientInnen besser vorbereiten können.

Seit Januar 2018 läuft die zweite Praxisphase des Projektes, das im März 2019 endet. Es wird durch die Stiftung Wohlfahrtspflege gefördert. Projektleiterin ist Prof. Dr. Doris Tacke.

Quelle und weitere Information: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Erfolgreiches Projekt wird fortgesetzt: Demenz-Koordinator in Gütersloh

Nach drei Jahren endete das Gemeinschaftsprojekt „Demenz-Koordinator“ der Bürgerstiftung Gütersloh, des Klinikum Gütersloh und des LWL-Klinikums mit großem Erfolg. Demenz-Koordinator Benjamin Volmar hat Menschen mit Demenz während ihres Krankenhausaufenthaltes seine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch konnten Pflegekräfte entlastet und PatientInnen besser versorgt werden.

„Die Rückmeldungen sind so positiv und die Verbesserung der Behandlungen spür- und messbar, dass wir uns zur Fortführung entschlossen haben“, so Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikum Gütersloh. Die Bürgerstiftung Gütersloh hatte das Projekt seit 2015 unterstützt. Die Stelle bleibt erhalten und wird zukünftig von den beiden beteiligten Kliniken getragen.

Quelle und weitere Information: Klinikum Gütersloh

Zehnjähriges Jubiläum des Johannes Wesling Klinikums

Minden, April 2018. Das Johannes Wesling Klinikum in Minden feiert sein zehnjähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür am 14. April 2018.

Johannes Wesling Klinikum. Foto: Mühlenkreiskliniken

Im Volksmund ist das Johannes Wesling Klinikum immer noch „der Neubau“. Im März 2008 war das Johannes Wesling Klinikum nach nur vier Jahren Bauzeit eröffnet worden. Das Krankenhaus ist einer der größten und modernsten Klinikneubauten in ganz Deutschland.

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 14. April, von 11.00 bis 17.00 Uhr veranstaltet das Johannes Wesling Klinikum einen Tag der offenen Tür. An mehr als 50 Ständen stellen sich die Kliniken und Institute sowie zahlreiche Vereine und Institutionen vor. Führungen, Vorträge und Workshops komplementieren das Programm.

Quelle: Pressemitteilung des Johannes Wesling Klinikums

Petra Kolip und Oliver Razum erneut in der RKI-Kommission

Bielefeld, März 2018. Professorin Dr. Petra Kolip und Professor Dr. Oliver Razum, beide Fakultät für Gesundheitswissenschaften (Uni Bielefeld) sind für die kommenden vier Jahre erneut in die Kommission für Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Instituts berufen worden. Petra Kolip wurde in der konstituierenden Sitzung zur Vorsitzenden gewählt.

Prof. Dr. Petra Kolip, Foto: Michael Bergmann
Prof. Dr. Oliver Razum, Foto: Uni Bielefeld

Das Robert Koch-Institut ist im Auftrag der Bundesregierung unter anderem dafür zuständig, den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu erfassen. Die Kommission berät das RKI fachlich und unterbreitet Vorschläge für die Weiterentwicklung der Gesundheitsberichterstattung und des Monitorings.

Foresight Meeting „Digitale Orthopädie“

Foresight Meeting „Digitale Orthopädie“ – Projektwerkstatt Gesundheit 4.0

Bielefeld, 22. März 2018

Wer bei dem Stichwort Orthopädietechnik vor allem an Gehhilfen oder Bandagen denkt, der denkt nicht an die 19 deutschen Medaillen der Paralympics 2018. Nicht nur Handarbeit und Erfindergeist sind in der Orthopädie-Technik gefragt, derzeit hält die Digitalisierung Einzug in das Branchengeschehen.

Was sind die Herausforderungen in der Orthopädietechnik, welche neuen Produkte und Dienstleistungen entstehen durch die Digitalisierung, und wie können sich Klein- und mittelständische Unternehmen im Wandel positionieren? Diese Fragen diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Unternehmen der Region beim Foresight Meeting „Digitale Orthopädie“ am 22. März 2018 im ZIG.

V.l.: Stefan Girke (Sanitätshaus Mitschke), Uwe Borchers (ZIG), Dr. Britta Schramm (Uni PB), Michael P. Winkler (CBT), Florian Kreker (ZIG).

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HDZ erhält Gütesiegel der PKV

Bad Oeynhausen, 13. März 2018

Einmal mehr hat das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, seine herausragende Behandlungsqualität unter Beweis gestellt: Auch in diesem Jahr wurde das Gütesiegel der privaten Krankenversicherungen (PKV) für die hervorragende Gesamtqualität der medizinischen Versorgung an das Spezialklinikum zur Behandlung von Herz- Kreislauf- und Diabeteserkrankungen vergeben.

Die wichtigste Voraussetzung für die Vergabe des Gütesiegels ist eine weit über dem Durchschnitt liegende medizinische Qualität. Um diese Auszeichnung zu erhalten, wurden Qualitätsdaten der Klinik auf Basis der gesetzlichen Qualitätssicherung ausgewertet und die Daten des Online-Portals „Qualitätskliniken.de“, dem deutschlandweit umfassendsten Gesundheitsdatenportal für Kliniken, herangezogen. Dort werden neben der Medizinqualität auch Aspekte der Patientensicherheit, der Patientenzufriedenheit und der Arztzufriedenheit berücksichtigt. Nur wer hier eine weit über dem Durchschnitt liegende medizinische Qualität nachgewiesen hat, erhält das Siegel.

Die wiederholte Auszeichnung bedeutet für Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack und Prof. Dr. Jan Gummert, den Ärztlichen Direktor des Zentrums, dass eine hohe Behandlungsqualität für alle Patientinnen und Patienten dauerhaft erreichbar ist: „Wir freuen uns sehr, dass unsere etablierten hausinternen Qualitätsprozesse nachweislich zu einem Qualitätsstandard führen, von dem unseren Patientinnen und Patienten konstant profitieren. Darauf dürfen wir stolz sein.“

Das Zertifikat soll Patienten und Angehörigen eine bessere Orientierung über die Behandlung im Krankenhaus ermöglichen und Transparenz schaffen. Regelmäßige Überprüfungen sorgen dafür, dass die hohen Anforderungen auch dauerhaft erfüllt werden. Ziel der Initiative ist es, den Qualitätsstandard der Kliniken insgesamt noch weiter zu erhöhen.

Quelle: Pressemitteilung HDZ

Deutscher Pflegepreis 2018 – Zwei Preisträger aus OWL

Berlin, 14. März 2018. Im Vorfeld des Deutschen Pflegtages verlieh der Deutsche Pflegerat den diesjährigen Pflegepreis. Zwei der Gewinner kommen aus OWL: Das Quartiersprojekt Gemeinsam in Steinheim – GeiSt, getragen von der Stadt Steinheim und dem Ev. Johanneswerk, und die erste „Botschafterin der Pflege“ – Krankenschwester Margarete Albrecht vom Epilepsie-Zentrum Krankenhaus Mara, Bielefeld Bethel. Mit Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, stellt Nordrhein-Westfalen insgesamt drei der diesjährigen Preisträger.

GEIMEINSAM IN STEINHEIM – GEIST

Das „Projekt Gemeinsam in Steinheim – GeiSt“ wurde als Bürgerinitiative zur Bewältigung des demografischen Wandels in der Region und mit Unterstützung von Bürgermeister und Rat der Stadt Steinheim begonnen. Zwischen 2014 und 2017 entstand dann das Projekt GeiSt: Das neue Quartier bezieht sich auf die Kernstadt Steinheim. Es entstand eine stationäre Einrichtung für 48 Bewohner, 28 barrierefreie Wohnungen für ältere und pflegebedürftige Menschen und ein Begegnungszentrum mit zahlreichen Kultur- und Freizeitangeboten. Für den laufenden Betrieb wurde das Evangelische Johanneswerk angesprochen, das die Personalverantwortung für das laufende Quartiersmanagement trägt. Herzstück ist ein neuartiges Quartiersmanagement mit folgenden sechs Schwerpunkten: Ein Netzwerk kleiner Hilfen im Alltag, Entlastung pflegender Angehöriger, Hilfen für Familien mit an Demenz erkrankten Angehörigen, Teilhabe der Bürger*innen im Quartier, (pflegerische) Krisenintervention und Netzwerkarbeit sowie regelmäßiges Angebot eines offenen Mittagstischs im Quartier.

Geschäftsführer des Alters-Instituts Bodo de Vries als Projektträger von GeiSt: „Der Pflegeinnovationspreis ist eine wunderbare Bestätigung für unser neuartiges Konzept und gleichzeitig Ansporn für die weitere Arbeit. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und werden das Preisgeld für unsere Bürgerstiftung verwenden.“

Quelle: Deutscher Pflegepreis

ERSTE „BOTSCHAFTERIN DER PFLEGE“ KOMMT AUS BIELEFELD

Einhellig sprach die Jury den Preis „Botschafterin der Pflege“ Margarete Albrecht zu, die seit 15 Jahren am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld tätig ist, davon acht Jahre als Primäre Pflegekraft. Ausschlaggebend waren für die Jury zwei Punkte: Erstens: Dass sich Margarete Albrecht in ihrem Beruf kontinuierlich weiterentwickelt hat und nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenschwester noch ein Studium absolvierte. Zweitens: Dass sie als akademisierte Pflegende weiterhin in der direkten Patientenversorgung tätig ist und sich im engen Kontakt zu Kindern und Eltern befindet.

Margarete Albrecht, Preisträgerin Deutscher Pflegepreis 2018. Foto: WDR

BVUK.-Geschäftsführer Michael Reizel: „Frau Albrecht hat den Preis mehr als verdient. Sie ist nicht nur eine versierte und beliebte Pflegende, sondern sie ermutigt mit ihrem Vorbild zur akademischen Qualifikation, sie ist Lehrbeauftragte und engagiert sich zudem noch für Kinder und Jugendliche in ihrer Kirchengemeinde.“

Als gänzlich neue Kategorie des Deutschen Pflegepreises wird der Preis „Botschafter der Pflege“ verliehen. Institutionen aus dem Pflegebereich aus ganz Deutschland waren eingeladen, besonders erfolgreiche und außergewöhnliche Mitarbeiter als mögliche Preisträger zu nominieren. Im Fokus stand dabei die stationäre Pflege in Krankenhäusern. Neben dem Nachweis überdurchschnittlicher Leistungen ging es darum, preiswürdige Kandidaten zu finden, die geeignet sind, jungen Menschen mit ihrer Persönlichkeit Mut zu machen, die eigene berufliche Zukunft in der Pflege zu suchen.

Quelle: Deutscher Pflegepreis

DRITTER PREISTRÄGER AUS NRW: KARL-JOSEF LAUMANN

Karl-Josef Laumann, Preisträger Deutscher Pflegepreis 2018. Foto: DPR

Karl-Josef Laumann, Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales NRW und ehemaliger Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, erhielt ebenfalls den Deutschen Pflegepreis. Laumann habe Meilensteine in der Pflege gesetzt; sei es bei der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation, beim Pflegeberufereformgesetz, für die Mitbestimmung der Pflegefachpersonen in Pflegekammern sowie für mehr Pflegefachpersonen und eine bessere Bezahlung. Die Pflege in Deutschland sei dank ihm ein gutes Stück vorangekommen.

Seit 1999 verleiht der Deutsche Pflegerat den Pflegepreis an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich durch ihr Wirken um die Pflege besonders verdient gemacht haben.

zur Website Deutscher Pflegepreis

Andreas Westerfellhaus Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Andreas Westerfellhaus, ehemaliger Präsident des Deutschen Pflegerats und Geschäftsführer der ZAB – Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen in Gütersloh, ist neuer Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung.

Andreas Westerfellhaus. Foto: DPR

Westerfellhaus ist als gelernter Pfleger ein absoluter Kenner der Pflege. Zu seiner Zeit als Präsident des Pflegerats hatte er dafür gekämpft, den professionell Pflegenden eine stärkere Stimme in Politik und Gesellschaft zu geben, unter anderem durch seine Fürsprache zur bundesweiten Einführung von Pflegekammern. Die Berufung ist „für die professionell Pflegenden mehr als ein deutliches Zeichen, dass ihre Belange endlich in den Mittelpunkt der Politik rücken“, machte Franz Wagner, aktueller Präsident des Deutschen Pflegerats, deutlich.

Westerfellhaus folgt auf Karl-Josef Laumann folgen, der 2017 als Gesundheitsminister nach Nordrhein-Westfalen wechselte. Zuletzt wurde das Amt von Ingrid Fischbach ausgeübt.

Meldung des Bundesministerium für Gesundheit

Pressemitteilung Deutscher Pflegerat

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