Archiv für das Jahr 2016

Gesund Altern im Quartier

Der vierte Workshop in der Reihe „Gesundheit im Quartier“ führte nach Ahlen. Die Stadt Ahlen ist ein gutes Beispiel für die Initiierung und nachhaltige Etablierung von Präventionsleistungen für ältere Menschen im Quartier. Auf Basis eines integrierten Handlungskonzeptes werden verschiedene Angebote in den Bereichen Sport, Ernährung und Bewegung entwickelt, um die Partizipation, Selbstbestimmung und Gemeinschaft der älteren Bevölkerung in Ahlen zu stärken. Im Rahmen einer Quartiersbegehung in Ahlen-Nord konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an insgesamt sechs Standorten die gesundheitsfördernden Angebote aktiv erleben. Die anschließenden Vorträge von Ulla Schlösser und Ingo Gall vertieften die Fragen der Bedarfsermittlung, Netzwerkbildung und Finanzierung.

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Neue Studie: „Health Literacy vulnerabler Bevölkerungsgruppen“

„In einem Gesundheitssystem, das aufgrund der medizinischen Entwicklung zunehmend an Komplexität gewinnt und zugleich auf die Entscheidungsverantwortung von Patientinnen und Patienten setzt, ist ein kompetenter Umgang mit Fragen von Gesundheit, mit den verschiedenen Angeboten für den Gesundheitserhalt im Versorgungssystem sowie mit Pflege- und Gesundheitsinformation unerlässlich.“ So informiert die neue Studie „Health Literacy vulnerabler Bevölkerungsgruppen“ aus der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.

Die Studie

  • vergleicht die Gesundheitskompetenz von älteren Menschen und bildungsfernen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund mit der Allgemeinbevölkerung,
  • analysiert, welche soziodemografischen Faktoren die Höhe der Gesundheitskompetenz beeinflussen,
  • analysiert den Zusammenhang von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsverhalten und
  • geht auf den Umgang mit dem Versorgungssystem in Abhängigkeit von der Gesundheitskompetenz ein.

Kontakt: Arbeitsgruppe Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft

Gesucht: Neue Ideen für den Leitmarkt Life Sciences in NRW

Bis zum 21.06.2016 ist die zweite Einreichfrist zum Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW geöffnet.

Mit dem Leitmarktwettbewerb „LifeSciences.NRW“ will das Land die Innovationskraft des Leitmarkts Life Sciences stärken, um nachhaltig Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Wohlstand zu sichern und die internationale Sichtbarkeit Nordrhein-Westfalens als führenden Standort für die Lebenswissenschaften zu erhöhen. Es sollen insbesondere Lösungsbeiträge zur großen gesellschaftlichen Herausforderung „Gesundheit und Wohlergehen im demographischen Wandel“ entwickelt und erprobt werden. Mit den Förderschwerpunkten „(bio-)medizinische Forschung“, „ forschungsintensive Medizintechnologien“, „Lebensmittelanalytik und -sicherheit“, „Integration von Medizintechnologien in System- und Versorgungslösungen“ und „Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Teilhabe“ adressiert der Wettbewerb hoch aktuelle Segmente, die eine zentrale Rolle für eine nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung unseres Landes spielen.
Gerade auch die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen in NRW sind aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.

Weitere Informationen: Leitmarktagentur.NRW

Teilhabe und Inklusion im Quartier

Eine teilhabeorientierte Quartiersentwicklung braucht die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller relevanten Quartiersakteure, so die Experten beim Workshop „Netzwerkbildung im Quartier- Teilhabe und Inklusion“. Die St. Gereon Seniorendienste in Hückelhoven/Ratheim organisieren ein breites Service Angebot, das hilft,  auch im ländlichen Raum möglichst lang selbstständig im Quartier leben zu können. Solche Services beziehen ältere Menschen in das Leben im Quartier ein, stärken deren Ressourcen und verhindern Vereinsamung und Isolation. Im Rahmen der Quartiersentwicklug muss es daher vor allem darum gehen, die Interessen und aktive Einbindung älterer Menschen zu fördern.

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Digitale Dienstleistungen für das Quartier

Digitale Assistenztechnik kann die gesundheitliche Versorgung und die Teilhabe älterer Menschen im Quartier unterstützen. Zu diesem Fazit kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „Digitale Dienstleistungen für das Quartier“.

Mit wachsender Morbidität und sinkender Mobilität im Alter steigt der Bedarf an Unterstützung. Gefordert sind wohnortnahe Lösungen, damit die Menschen auch im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen können. Aktuelle Pilotprojekte aus Hamburg und Gelsenkirchen zeigen, dass durch die Verknüpfung intelligenter technischer Systeme, digitaler Dienstleistungsplattformen und menschlicher Unterstützung Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben im Quartier gefördert werden können.

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Digitale Gesundheit – Technik, die beigeistert?

Online-Sprechstunden, Gesundheits-Apps für das Smartphone oder Telemedizin: Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien können für viele Patientinnen und Patienten nützlich sein – solange Sie konventionelle Behandlungsmethoden ergänzen. So lautete das Fazit des 10. sozialen Forums, zu dem der VdK NRW rund 80 Vertreter aus Politik, Verbänden und Wissenschaft im Haus der Ärzteschaft begrüßen konnte. Babara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, verdeutlichte, dass Telemedizin niemals den direkten Kontakt zum Arzt ersetzen dürfe, bei Pflegerobotern fehle diese menschliche Nähe. Potenzial biete der elektronische Abgleich von Medikamentengaben, um die Therapiesicherheit zu erhöhen. Die Entwicklung passender Lösungen müsse in Zusammenarbeit mit Angehörigen, Patienten und Beschäftigten aus dem Gesundheits- und Pflegesektor erfolgen.

In drei Fachforen wurden Anwendungsbeispiele für Telemedizin, Teilhabe sowie Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit thematisiert, mit dabei auch das erfolgreiche Case-Management-Projekt der Schlaganfall-Lotsen in Ostwestfalen-Lippe. Die lebhafte Abschlussdiskussion zeigte, dass die Digitalisierung große Chancen für die medizinische und pflegerische Versorgung bietet. Es komme aber auf eine kluge Verknüpfung von persönlichem Case Management, Telemedizin und patientenbezogener Informationsunterstützung an.

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Beim 10. Sozialen Forum des VdK NRW diskutierten (v.l.) Ministerialrat Wolfgang Schiemann, VdK-Landesgeschäftsführer Thomas Zander, Marcel Frischkorn vom ZIG OWL, Beatrix Reiß vom ZTG, der NRW-Patientenbeauftragte Dirk Meyer, der Landesvorsitzende Karl-Heinz Fries, und VdK-Sozialreferentin Manuela Anacker. (Bild:VdK NRW, Tobias Zaplata)
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