Lüneburger Alterslotsen

Kümmerer am Küchentisch

Die sektoral organisierte Gesundheitsversorgung stellt die älter werdende Gesellschaft vor besondere Herausforderungen. Versorgungs- und Informationsbrüche zwischen der stationären und ambulanten Versorgung von älteren multimorbiden Patientinnen und Patienten (geriatrische Patientinnen und Patienten) verhindern häufig den optimalen Ablauf der vielschichtigen und komplexen medizinischen Versorgung. Der Informationsfluss zwischen den an der Versorgung beteiligten Akteuren stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. Die Patientinnen und Patienten und insbesondere ihre Angehörigen müssen sich daher oft selbst in den medizinischen und pflegerischen Möglichkeiten zu Recht finden. Dies führt häufig zu einer Unter-oder Fehlversorgung und zu einer Überforderung der Betroffenen und Angehörigen.

Die Lüneburger Alterslotsen setzen zielgerichtet an diesem Punkt an. Auf Basis einer Vernetzungsstruktur der regionalen Leistungserbringer vor Ort sind die Lüneburger Alterslotsen unabhängige, qualifizierte und sektorenübergreifende Case Manager am Küchentisch des geriatrischen Patienten. Auf Grundlage festgelegter Sektor übergreifender Prozesse arbeiten die Alterslotsen quer zu den Versorgungsstrukturen über den Betreuungs- und Krankheitsverlauf hinweg, im Auftrag der Patientinnen und Patienten und in Abstimmung mit den behandelnden Hausärzten und den Pflegediensten der Patientinnen und Patienten.

Die Lüneburger Alltagslotsen sichern ein kontinuierliches Sektor übergreifendes Versorgungsmanagement, in dem über die Hilfs- und Behandlungsangebote in der Region informiert, ein Versorgungsplan entwickelt und individuelle Ziele vereinbart werden. Das Case Management durch den Lüneburger Alterslotsen ist kein einmaliger Prozess, sondern eine kontinuierliche Aufgabe mit entsprechendem Monitoring.

Projektpartner sind: Gesundheitsholding Lüneburg, Landkreis Lüneburg, Kassenärztliche Vereinigung, Lüneburg, Alzheimer Gesellschaft Lüneburg, Klinikum Lüneburg (Projektlaufzeit: 01.05.2016 bis 30.04.2018).

Das ZIG OWL–Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL führt die wissenschaftliche Evaluation durch.

Weitere Informationen finden Sie hier.