 Die Bedeutung der medizinischen Versorgung von Menschen mit Behinderung nimmt bundesweit immer mehr zu. Von 2005 bis 2007 stieg nach den jüngsten Angaben des statistischen Bundesamtes die Zahl der registrierten Schwerbehinderten in Deutschland auf 6,9 Millionen Menschen an. Gleichzeitig erschweren unser Gesundheitssystem und neue Lebensgewohnheiten die gute medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung: Um diese Menschen bedarfsgerecht versorgen zu können, kommt vor allen den niedergelassenen Ärzten, aber auch Pflegekräften in Heimen und ambulanten Diensten eine tragende Rolle zu. Aber es gibt es immer noch erhebliche Mängel, ist Prof. Dr. Seidel überzeugt. Oft finden Menschen mit Behinderung keinen niedergelassenen Arzt oder Psychotherapeuten. Ähnlich stellt sich die Lage bei Krankenhäusern da, weil diesen der Aufwand für Menschen mit Behinderung häufig zu hoch sei. Im Betheler Krankenhaus Mara gibt es bundesweit das einzige Zentrum für Behindertenmedizin. Hier übernehmen erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten die akutmedizinische Versorgung von jährlich 1.600 Menschen. Die neue Telefonhotline des Zentrums für Behindertenmedizin in Bethel reagiert auf diese Entwicklung. Das neue, überregionale Angebot für niedergelassene Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte und Betreuende bietet eine kollegiale Beratung, beispielsweise bei der Patientenkommunikation, den Behandlungswegen und bei psychosozialen Aspekten der medizinischen Versorgung von Menschen mit einer Behinderung. Bärbel Schneider, Dr. Ulrich Pfaff und Dr. Jörg Stockmann sind die direkten Ansprechpartner für Fragen zur Behindertenmedizin: Die Rufnummer der Telefonhotline lautet: 0521 – 772-77136. An der Telefonhotline geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen jetzt weiter – und zwar an niedergelassene Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte in Heimen und Betreuende. » zurück |