OWL Forum: Die Digitalisierung wird das Gesundheitswesen radikal verändern!

17. Forum Gesundheitswirtschaft: Chancen und Risiken der Digitalisierung im Gesundheitswesen

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Uwe Borchers (v.l.), Jared Sebhatu, Dr. jur. Rainer Hess

Bielefeld. Der Kontakt zu Freunden über soziale Medien, der Bestellservice für die Pizza und jetzt auch die Kontrolle von Blutdruck und Herzfrequenz: Die digitale Vernetzung hat den Gesundheitssektor nicht nur erreicht, sie überrollt ihn geradezu. Doch Handy aufs Herz: Profitiert der gesundheitsbewusste Nutzer des Fitness-Armbands, des Aktivitäts-Trackers oder der App vom Arzt wirklich von den Anwendungen? Verbessert der Roboter am Kranken- oder Pflegebett die Versorgung? Oder birgt die Datensammelwut der Anbieter womöglich unbekannte Risiken? Die Lage ist unübersichtlich. Das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG) hatte sein 17. Forum Gesundheitswirtschaft als Projektwerkstatt organisiert. Deren Ziel: Ein Überblick über den Stand der Anwendungen in und Angebote aus der Region und Orientierung zwischen den Polen Nutzen und Risiken für Verbraucher und Patienten.

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NRW-Gesundheitsministerin Steffens in Bielefeld zur Digitalisierung im Altenheim: “Wir sind stolz darauf, was hier passiert!”

Smart-TV und ein Systemtelefon in jedem Wohnraum, Gebäudetechnik, die über ein Netz gesteuert wird, über Funkschaltbarer individuell programmierbarer Sonnenschutz, Bewegungsmelder an der Wand hinter dem Bett und im Badezimmer und das alles in einer Einrichtung der Altenhilfe. Birgit Michels-Rieß sieht darin keinen Widerspruch. Im Gegenteil: Vom Einsatz der modernen digitalen Technik, davon ist die Leiterin des Bethel-Seniorenzentrums Breipohls Hof in Bielefeld nach drei Jahren Erfahrung überzeugt, profitieren die Bewohner wie die Mitarbeitenden. Davon hat sich auch NRW-Ministerin Barbara Steffens überzeugt. Sie hat einen Förderbescheid für die „Projektwerkstatt Gesundheit 4.0“ an das ZIG und seine Partner übergeben.

Maria Frieß (87) skypt gerne und häufig mit ihrem Sohn und seiner Familie, die in den USA lebt. Das moderne Kommunikationsmittel lässt sie am Leben ihrer Kinder und Enkelkinder teilhaben. (Foto: Cornelia Schulze /Stuckhard Kommunikation)

Maria Frieß (87) skypt gerne und häufig mit ihrem Sohn und seiner Familie, die in den USA lebt. Das moderne Kommunikationsmittel lässt sie am Leben ihrer Kinder und Enkelkinder teilhaben. (Foto: Cornelia Schulze /Stuckhard Kommunikation)

In dem auf drei Jahre angelegten Innovationsprojekt wird unter anderem an einem System gearbeitet, das Patienten ermöglicht, Blutdruck- und Pulswerte über das Smartphone an den behandelnden Arzt übertragen zu können. Zudem arbeitet die Projektwerkstatt daran, dass elektrogetriebene Rollatoren Hindernisse selbstständig umfahren und über ein Navigationsprogramm den Nutzer nach Hause leiten. Das Projekt war beim Projektaufruf Regio.NRW erfolgreich und wird gemeinsam mit der Fachhochschule Bielefeld und der Hochschule OWL sowie mit zahlreichen weiteren Partnern im Rahmen des regionalen Handlungskonzepts „OWL 4.0“ umgesetzt.

Bericht: Neue Westfälische (13.07.2016); Westfalen-Blatt (13.07.2016); WDR Lokalzeit Bielefeld (12.07.2016)

1. IT&Media FUTUREcongress am 22. September 2016 in Bielefeld

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Digitalisierung wird immer mehr zu einer Managementaufgabe. Die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, betrifft alle Entscheider im Unternehmen. Auf dem 1. IT&Media FUTUREcongress am 22. September 2016 in Bielefeld steht das Thema „Business 4.0 – Digitalisierung im Mittelstand“ im Fokus. Die Kongressmesse in der Veranstaltungshalle Bielefeld bietet über 80 Aussteller, 35 Speaker, Keynotes und eine optimale Plattform, um sich in Best-Practice-Lösungen über neue Digitalisierungsstrategien zu informieren. So können sich Besucher und Aussteller im direkten Kontakt zu innovativen IT-Themen austauschen, gemeinsam neue Ideen entwickeln und die optimale Lösung für ihr Unternehmen finden. Der Kongress ist in 4 Themenbereiche aufgeteilt: Online-Marketing / Prozesse und Kommunikation / Arbeitswelten HR / IT-Security.

Ein Tagesticket kostet 29 EUR, Studenten zahlen 10 EUR.

Mitglieder erhalten einen vergünstigten Eintritt. Hier ist Ihr 50% Code: HJ12D

Weitere Informationen finden Sie unter: www.itandmedia.de. Tickets buchen Sie hier.

Querdenker zur Digitalisierung: “Den digitalen Wandel nachhaltig gestalten” in Bad Lippspringe

20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beteiligten sich an der “Querdenkerrunde” zur Digitalisierug. Engagiert wurde über Risiken und Chancen der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung in Arbeits- und Produktwelt sowie Zivilgesellschaft und Privatleben diskutiert. “Ich war überrascht, wie viele interessante Ideen und Aspekte zu diesem Thema in einer kurzen Zeit entstanden sind”, so Rudolf Broer, Gastgeber und Geschäftsführer der RTB GmbH & Co. KG in Bad Lippspringe. Initiiert und durchgeführt wurde die “Querdenkerrunde” als Veranstaltung der fünf OWL Netzwerke “Energie Impuls OWL”, “Food Processing Initiative”, “InnoZent OWL”, “OWL Maschinenbau” sowie dem “Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL”. Die Veranstaltung ist Teil des Regionalen Innovationsnetzwerkes Menschenzentrierte Umgebung für Leben, Wohnen, Arbeit (RIN), das vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW gefördert wird.

Workshopreihe “Gesundheit im Quartier”: Die Sicht der Kassen

Zum Abschluss der Workshopreihe „Gesundheit im Quartier“ ging es um die Perspektiven der Quartiersarbeit aus der Sicht der Kassen. Expertinnen und Experten der Krankenkassen präsentierten in der Handwerkskammer zu Köln eigene Quartiersprojekte, ein Schwerpunkt lag auf Fragen der Gesundheitsförderung im Quartier vor dem Hintergrund des neuen Präventionsgesetzes.

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Neues Fortschrittskolleg: Herausforderungen und Chancen globaler Flüchtlingsmigration für die Gesundheitsversorgung in Deutschland

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert ab Juli 2016 ein neues Fortschrittskolleg an der Universität Bielefeld mit 2,72 Million Euro über die nächsten viereinhalb Jahre. Titel des Kollegs ist „Herausforderungen und Chancen globaler Flüchtlingsmigration für die Gesundheitsversorgung in Deutschland“. Das Besondere: Forschende von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften werden nicht nur mit anderen Disziplinen der Universität kooperieren, sondern auch mit vielen Praxispartnern, darunter unter anderem Krankenhäuser, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Partner aus der Politik und Stadtverwaltung.

„Flüchtlinge sind oft Risiken ausgesetzt, die Auswirkung auf körperliche und mentale Gesundheit haben, zum Beispiel Trauma, Folter, Unterdrückung oder Verfolgung“, erklärt Professor Dr. Alexander Krämer, Sprecher des neuen Kollegs. „Die globale Flüchtlingsmigration stellt Deutschland vor gesellschaftliche und politische Herausforderungen, die auch die Gesundheitsversorgung betreffen.“ Die Forschenden werden die Gesundheitszustände und Risikofaktoren von Flüchtlingen erheben und das Thema Gesundheitsversorgung aus verschiedenen Perspektiven betrachten: Auf welche Barrieren treffen Flüchtlinge, wenn sie Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen möchten? Wie wirkt sich die Flüchtlingsmigration auf das Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung aus? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden Empfehlungen für bessere Strategien entwickeln, wie die Gesellschaft Flüchtlinge und Asylbewerber integrieren und soziale sowie gesundheitliche Ungleichheit überwinden kann.

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Pflege-Report 2016: “Die Pflegenden im Fokus”

Die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt in Deutschland weiter deutlich zu. Ihre Versorgung sicherzustellen ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Der neue Pflege-Report 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hat das Schwerpunktthema “Die Pflegenden im Fokus” und widmet sich den Personen und Berufsgruppen, die den Versorgungsalltag der Pflegebedürftigen maßgeblich gestalten.

Innovationsprojekte aus der Gesundheitsregion OWL sind Gegenstand eines Beitrags über “Kümmerer” und die Zukunft der “Sorgearbeit vor Ort”: In den letzten Jahren hat sich “Case Management” als Leitformel für mehr Patientenorientierung etabliert. In zahlreichen Projekten wurden vielfältige Varianten einer stärker nutzerorientierten Sorgearbeit erprobt.

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Dorfentwicklungskonferenz: Landarztmodelle der Zukunft diskutiert

Rollende Arztpraxen könnten in Zukunft die medizinische Versorgung auf dem Land sicherstellen – eine Idee von vielen, um dem Ärztemangel zu begegnen. Etwa 150 Teilnehmer haben über solche Vorschläge auf der Dorfentwicklungskonferenz des Kreises Paderborn in Altenbeken diskutiert.

Ein Kleinbus mit dem Hausarzt an Bord fährt durch die Dörfer und bietet vor Ort seine Sprechstunden an. Auch für die Deutsche Bahn ist das ein realistisches Konzept. Sie hat ihren kleinen, so genannten “Medibus” in Altenbeken präsentiert. Es gibt aber auch andere Anbieter mit einem Sattelschlepper als rollender Arztpraxis, und dann auch mit Röntgengerät. Auf der Dorfentwicklungskonferenz ging es auch um ein Projekt in Steinheim, wo das Johanneswerk älteren Menschen Wohnungen anbietet. Dort können sie selbstständig leben – aber mit medizinischer Versorgung gleich nebenan. (Quelle: WDR)

Wenn der Landarzt mobil wird: (v. l.) Bürgermeister Hans-Jürgen Wessels, Moderator Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL und Landrat Manfred Müller konnten gemeinsam mit den Referenten des Abends die mobile Landarztpraxis der Deutschen Bahn begutachten. Foto: Anja Ebner

Wenn der Landarzt mobil wird: (v. l.) Bürgermeister Hans-Jürgen Wessels, Moderator Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL und Landrat Manfred Müller konnten gemeinsam mit den Referenten des Abends die mobile Landarztpraxis der Deutschen Bahn begutachten. Foto: Anja Ebner

Dorfentwicklungskonferenz: Experten referieren in Schwaney über Möglichkeiten für den Landarzt der Zukunft
(Bericht: Neue Westfälische, 10.03.2016)

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