Menschenzentrierte Umgebung für Leben, Wohnen, Arbeit

Fünf OWL Brancheninitiativen starten gemeinsames Projekt

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze will Wissenschaft und Lebenswelten besser verzahnen. Mit „Regionalen Innovationsnetzwerken“ will sie Unternehmen, Initiativen und Hochschulen zusammen führen, um die gesellschaftliche Relevanz wissenschaftlicher Erkenntnisse zu steigern. Dabei machte Ostwestfalen-Lippe den Anfang. Energie Impuls OWL wurde im Programm Fortschritt NRW zunächst mit der Organisation des ersten Regionalen Innovationsnetzwerks in NRW betraut. Die fünf OWL Brancheninitiativen Energie Impuls OWL, FPI Food Processing Initiative, InnoZent OWL, OWL Maschinenbau und ZIG Zentrum für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft starten nun das gemeinsame Projekt „Menschenzentrierte Umgebung für Leben, Wohnen, Arbeit“. Die fünf Initiativen repräsentieren über 500 Unternehmen, Hochschulen und Verbände und werden bis Ende 2017 interdisziplinäre Handlungsansätze für Energie, Lebensmittel, Digitalisierung, Maschinenbau und Gesundheit erarbeiten. Gemeinsames Ziel: die Umgebung des Menschen lebenswerter machen und allen Beteiligten – vom Nutzer über die Wissenschaft bis zum Hersteller – eine kooperative Innovationsarbeit ermöglichen.

Weitere Informationen zu den Netzwerken:
Energie Impuls OWL; Food Processing Initiative; InnoZent OWL; OWL Maschinenbau; ZIG Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft

Stärken am Wirtschaftsstandort Bielefeld: medizinische Versorgung und Branchennetzwerke

Zu den Stärken am Wirtschaftsstandort Bielefeld zählen auch die medizinische Versorgung und die Branchennetzwerke.

Die Bielefelder Unternehmen bewerten ihren Standort insgesamt mit der Schulnote 2,8. Über 1.000 Betriebe aus Bielefeld beteiligten sich an einer Standortumfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK). Die Ergebnisse enthalten Kritik und zeigen Handlungsbedarf auf, verweisen aber auch auf Stärken: Als Stärken des Bielefelder Wirtschaftsstandorts identifizierte die Umfrage die Erreichbarkeit über Straße und ÖPNV, die Nähe zu Kunden und Zulieferern, das Kultur, Einkaufs- und Freizeitangebot, die medizinische Versorgung, Umweltqualität und die Branchennetzwerke. Auch mit den Kontakten zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind die Firmen weitgehend zufrieden.

Informationen zu den Ergebnissen der Umfrage gibt es bei der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld.

Innovationskraft Gesundheit made in OWL

Nach dem Publikumspreis beim bundesweiten Wettbewerb “Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen” überzeugte die medgineering GmbH aus Gütersloh nun auch die Jury beim OWL Innovationspreis MARKTVISIONEN 2015. Mit dem Smartphone-basierten Notfall-Alarmierungssystem „Mobile Retter” für qualifizierte Ersthelfer wurde sie in der Kategorie „Zukunft gestalten“ ausgezeichnet.

Mit der Mobilen Retter App der medgineering GmbH können qualifizierte Ersthelfer jederzeit und überall alarmiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Herz-Kreislauf-Notfalls einer Person befinden: und zwar ganz einfach durch ihr Smartphone. Der Mobile-Retter-Server der Feuerwehr-Leitstelle spürt vollständig automatisiert den zum Einsatzort nächsten verfügbaren professionellen Ersthelfer auf. Mit der Bestätigung der Einsatzübernahme erhält der Ersthelfer – ebenfalls automatisiert und mit einer komplexen Verschlüsselungstechnologie gesichert – die Einsatzdaten und wird mit seiner Mobile-Retter-App zum Einsatzort navigiert, noch bevor ein Rettungswagen eintrifft.

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Stiftungsprofessur zur Stärkung der Reha-Zukunft

Deutsche Rentenversicherung Westfalen und Klinikgruppen der Region engagieren sich gemeinsam.

Eine neue Stiftungsprofessur an der Universität Bielefeld soll mithelfen, die Leistungen und Verfahren in der Rehabilitation nachhaltig zu optimieren. Unter der Führung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen (DRV) hat jetzt eine Gruppe von insgesamt sieben Stiftern eine Kooperationsvereinbarung mit der Universität Bielefeld geschlossen. Mit den Unterschriften, die in Münster unter das Vertragswerk gesetzt wurden, ist sowohl inhaltlich wie auch finanziell die Stiftungsprofessur und das damit verbundene Forschungsprojekt besiegelt worden. Zu den Kooperationspartner, die allesamt im Bereich Rehabilitation aktiv sind, gehören neben der DRV Westfalen die AHG Klinikgruppe, die Dr. Becker-Kliniken, die Johanniter Ordenshäuser, das MZG Bad Lippspringe, die MEDIAN Kliniken und der Verband der Privatkliniken in NRW (VdPK).

http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=103400

Erster Direktor Thoma Keck (l.) und Prof. Dr. Oliver Razum unterzeichnen die Verträge, hinter ihnen stehen die Vertreter der anderen Stifter (v.l.): Frank Böker (Johanniter Ordenshäuser), Prof. Dr. Lothar Feige und Peter F. Schauerte (AHG Klinikgruppe), Achim Schäfer (MZG Bad Lippspringe), Andreas Finkel (MEDIAN Kliniken), Günther Knauer (VdPK-NRW). Nicht im Bild Dr. Ursula Becker (Dr. Becker-Kliniken). Foto: Deutsche Rentenversicherung Westfalen

Die Kooperation finanziert mit einem Volumen von jährlich 250.000 Euro mehr als eine reine Professur. Die Stiftungsprofessur ermöglicht zwei weitere Stellen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und übernimmt Sach- und Verwaltungskosten. Das Gesamtprojekt ist auf eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren angelegt. Der entsprechende Stiftungsvertrag wurde jetzt in Münster von allen Beteiligten unterzeichnet.

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Berufsberater informierten sich über Gesundheitsberufe und Perspektiven der Gesundheitswirtschaft

Soziale Berufe sind nicht leicht: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden rund um die Uhr – sind diese alten Vorstellungen überhaupt noch tauglich? Schon heute werden Fachkräfte in sozialen Berufen, der Pflege und den Gesundheitsberufen gesucht. Wer gesucht ist, hat auch Aufstiegschancen. Mit der engen Sicht und den unbeliebten Klischees räumte ein Workshop im Kreishaus Gütersloh jetzt gründlich auf. 80 Teilnehmer folgten der Einladung des Kreises, die sich an Lehrer, Berufseinstiegsbegleiter, Berater in der Berufs- und Studienorientierung und Vertreter der Arbeitsagentur und des Jobcenters richtete. Auch für Seiteneinsteiger und Quereinsteiger. Wo die demografische Entwicklung zum Jobmotor wird, wird die Gesundheitswirtschaft zu einem Berufsfeld.

Günstige Ausgangslage für das Erlernen eines sozialen Berufs. Die Vorteile interessanter Berufe in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales wurden jetzt in einem Workshop im Kreishaus Gütersloh aufgezeigt: v.l. Kathrin Adämmer (Kreis Gütersloh), Dr. Wulf Kobusch (Agentur für Arbeit), Heike Bentlage (Kolping Akademie), Uwe Borchers (ZIG), Christel Kunz (Kreis Gütersloh), Kreisdirektorin Susanne Koch, Petra Jendrichowski (Reckenberg Berufskolleg), Monika Nopto (Kreis Gütersloh), Klaus-Peter Jansen (it’s OWL-Clustermanagement).

“Motivierte Nachwuchskräfte werden dringend gesucht”, sagte Kreisdirektorin Susanne Koch bei der Eröffnung der Veranstaltung, am Rande derer sich Akteure aus dem Sozialen vorstellten. “Wir reduzieren die Berufe zu sehr auf das Pflegende, es gibt ein ganz breites Spektrum, insbesondere auch technischer Berufe: Der Patient benötigt auch ein Bett.”, stellte Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft (ZIG) OWL fest. Ein sozialer Beruf ist demnach nicht nur der Pfleger oder die Schwester, Soziales umfasst auch den Schuhorthopädie-Techniker und den Rolli-Konstrukteur.

Die Referenten gaben umfassende Informationen über Berufe, Möglichkeiten und Chancen in den genannten Berufsfeldern. Wer mochte, konnte sich mit Flyern versorgen und das direkte Gespräch suchen: Infostände der Agentur für Arbeit, der Uni und der Fachhochschule Bielefeld, der FH der Diakonie, der Kolping-Akademie, der Berufskollegs, des DAA- Fachseminars für Altenpflege, der Akademie für Pflegeberufe und Management, des ZIG und der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen (ZAB) luden zum Austausch ein. Besonderes Interesse galt den Stellwänden und Praktikumsberichten aus der Ernst-Barlach-Realschule Rheda-Wiedenbrück: “Ich habe mein Praktikum als Physiotherapeutin gemacht. Ich möchte diesen Beruf unbedingt erlernen, denn die Kombination aus Sport und Gesundheit finde ich toll.” So äußerte sich eine Schülerin der Realschule, die ihr Plakat und ihre Mappe ausstellte.

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Klinikum Lippe richtet Flüchtlingsambulanz ein

 

Das Klinikum Lippe in Detmold richtet eine der ersten Flüchtlingsambulanzen in Nordrhein-Westfalen ein. Ab Dezember sollen in der neuen medizinischen Abteilung wöchentlich bis zu 400 Asyl suchende Menschen aus der Region versorgt werden können, wie das Klinikum mitteilte.

Damit solle der Betrieb der Notaufnahme entlastet werden. Sie sei derzeit häufig erste Anlaufstelle von Flüchtlinge mit gesundheitlichen Problemen, weil die medizinische Versorgung in den Aufnahmeeinrichtungen im Kreis Lippe nur notdürftig sei. Für die Flüchtlingsambulanz werden den Angaben nach zusätzliche Personalstellen geschaffen. Sie soll an fünf Tagen pro Woche geöffnet sein.

Das kommunale Klinikum Lippe verfügt nach eigenen Angaben über 1.000 Betten an den drei Standorten Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen. Für die rund 2.000 Flüchtlinge in den Aufnahmeeinrichtungen im Kreis Lippe bietet das Klinikum seit Oktober 2014 jeden Donnerstag Erstuntersuchungen in den Räumlichkeiten der Allgemeinchirurgischen Ambulanz an.

6.000 Menschen in 13 Monaten untersucht

Insgesamt zwölf Ärzte und medizinische Mitarbeiter untersuchten außerhalb ihrer geregelten Arbeitszeiten bis zu 250 Flüchtlinge pro Termin auf mögliche Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und stünden für weitere Fragen zur Verfügung, hieß es. Um Sprachbarrieren abzubauen, seien Dolmetscher vor Ort.

In den vergangenen 13 Monaten wurden den Angaben nach etwa 6.000 Flüchtlinge erstuntersucht. Damit werde nahezu jeder Neuankömmling in der Region medizinisch versorgt. Da der Aufwand mittlerweile so hoch geworden sei, habe sich die Klinikgeschäftsführung entschieden, eine Flüchtlingsambulanz einzurichten. Das Klinikum Lippe wolle damit einen sinnvollen und qualitativ hochwertigen Beitrag zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen zu leisten, sagte der Medizinische Geschäftsführer des Krankenhauses, Helmut Middeke.

Quelle: Neue Westfälische

16. OWL Forum Gesundheitswirtschaft: Kümmerer und neue Konzepte der Sorgearbeit

Wie Experten künftig die Lücken in der Betreuung schließen wollen

Bielefeld. In OWL sei zwar ein starkes Gesundheitswesen vorhanden, aber dennoch gebe es Versorgungslücken, so Uwe Borchers, Geschäftsführer des Zentrums für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG). Wie zukünftig mit derartigen Lücken umgegangen werden kann und welche Rolle hierbei sogenannte “Kümmerer” spielen, diskutierten rund 250 Fachleute aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und dem Gesundheitswesen auf dem 16. OWL Forum Gesundheitswirtschaft in der Stadthalle Bielefeld.

Ralf Wiedemann (v.l.), Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, Uwe Borchers

Ralf Wiedemann (v.l.), Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, Uwe Borchers

Unter dem Titel “Wo sind die Kümmerer?” wurden Konzepte der Sorgearbeit vor Ort präsentiert. Gesundheitsbegleiter, Demenzbegleiter oder Seniorenbetreuer – sie alle betreuen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, und fallen damit unter den Begriff Kümmerer. “Es dreht sich darum, pflegebedürftige Menschen vor Ort besser zu versorgen”, sagte Ralf Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des ZIG. Zum Beispiel nehme das Niveau der Schlaganfallversorgung nach einem Krankenhausaufenthalt drastisch ab. Hans Adolf Müller, Berater im Gesundheitswesen, fasste es so zusammen: “Viele Katastrophen beginnen erst mit der Entlassung aus dem Krankenhaus.”

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Strategietag Reha: Positionspapier zur Zukunft der medizinischen Rehabilitation

Experten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen haben im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ein Positionspapier zur Zukunft der medizinischen Rehabilitation in Deutschland erarbeitet. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Strategietages Reha OWL in Bad Lippspringe vorgestellt und von Fachleuten diskutiert. Eingeladen hatte das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG).

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Diskutierten beim Strategietag Reha in Bad Lippspringe (v. l.): Armin Lang, Achim Schäfer, Thomas Keck, Thomas Bublitz, Prof. Dr. Josef Hilbert und Uwe Borchers (Foto: Heiko Appelbaum)

Achim Schäfer, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe und Vorsitzender der Fachgruppe Rehabilitation im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VdK), freute sich im Rahmen seiner Begrüßung darüber, dass „in dem Positionspapier die hohe Bedeutung der medizinischen Reha für die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland“ niedergeschrieben sei. Uwe Borchers, Geschäftsführer des ZIG, machte deutlich, dass „die Reformvorschläge wichtige Impulse für die Zukunft der Rehabilitation in der Region OWL“ liefern. Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundeverbandes Deutscher Privatkliniken, und Armin Lang, Mitglied im Präsidium des VdK Deutschland, haben das Positionspapier mit initiiert und erarbeitet und stellten es in Bad Lippspringe rund 50 Gästen vor.

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